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	Kommentare zu: gesehen &#8211; Manche denken anders, die USA verstehen lernen	</title>
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	<description>vernäht und zugetextet</description>
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		<title>
		Von: mamimade		</title>
		<link>https://mamimade.net/gesehen-manche-denken-anders-die-usa/#comment-4541</link>

		<dc:creator><![CDATA[mamimade]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 May 2017 16:46:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://mamimade.net/gesehen-manche-denken-anders-die-usa/#comment-4540&quot;&gt;Sandra Die Nischenkönigin&lt;/a&gt;.

Ja, ich denke auch, dass es für uns Europäer nicht so verständlich ist, was da drüben abläuft. Aber es kann ja nicht schaden, sich mal ein paar Minuten damit auseinanderzusetzen.
Es ist eben anders auf der anderen Seite vom großen Wasser!
Ob gut oder schlecht liegt in den Augen des Betrachters.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://mamimade.net/gesehen-manche-denken-anders-die-usa/#comment-4540">Sandra Die Nischenkönigin</a>.</p>
<p>Ja, ich denke auch, dass es für uns Europäer nicht so verständlich ist, was da drüben abläuft. Aber es kann ja nicht schaden, sich mal ein paar Minuten damit auseinanderzusetzen.<br />
Es ist eben anders auf der anderen Seite vom großen Wasser!<br />
Ob gut oder schlecht liegt in den Augen des Betrachters.</p>
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		<title>
		Von: Sandra Die Nischenkönigin		</title>
		<link>https://mamimade.net/gesehen-manche-denken-anders-die-usa/#comment-4540</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sandra Die Nischenkönigin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 May 2017 09:00:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ja, Susanne, du hast Recht: es bleibt interessant. Unser System lässt es uns schwer vorstellen, dass man ohne ein soziales Netz überleben kann. Die Amerikaner kennen es aber eigentlich noch nicht lange anders. Ich persönlich fand die Entscheidung für Obamacare sehr gut, denn wir haben in den USA Dinge vor Obamacare erlebt, die mir oft deutlich gemacht haben, wie gut unser Krankenversicherungssystem in Deutschland ist. Einmal (vor den Obamacare-Zeiten) ist unsere Tochter heftig bei unserem USA-Aufenthalt erkrankt (hoch Fieber, Mandel- und Blasenentzündung), dass wir die Ärzte eines Centercares besuchen mussten, denn ohne Medikamente (Antibiotika) wäre die Entzündung nicht verschwunden. Vor der Untersuchung waren bereits 250 Dollar fällig, für uns kein Problem, weil wir es ohne weiteres bezahlen konnten und unsere Versicherung es auch getragen hätte. Mein Mann erzählte mir, dass kurz nach uns eine amerikanische Familie in dieses Centercare gekommen ist, die ebenfalls eine erkrankte Tochter hatten, sie sah genauso elend aus wie unsere, mit Fieber, heftigen Halsschmerzen etc.. Als sie hörten, dass eine Untersuchung 250 Dollar kostet, sind sie ohne Untersuchung wieder gegangen. Als mir mein Mann später davon erzählte, war es für mich unvorstellbar, ich hätte für meine Tochter alles möglich gemacht, damit ihr geholfen worden wäre, aber was machen, wenn kein Geld da ist? Denn auch wenn die Mentalität der US-Amerikaner an die Eigenverantwortung appeliert und damit auch jeden die Verantwortung dafür gibt, eben das Geld zu haben, wenn ein Krankheitsfall auftritt, ist das eben tatsächlich nicht immer so möglich und sobald man auch nicht nur für sich selber verantwortlich ist und z.B. die Erkrankung von Kindern dazu kommt, ist es auch in vielen Fällen wirklich Schicksal, ob sie in einer &#034;reichen&#034; oder &#034;armen&#034; Familie leben. Ich bin wirklich gespannt, inwiefern die US-Amerikaner nach der kurzen Erfahrung mit Obamacare bereit sind, derartige Kosten weiterhin als Gemeinschaft tragen zu wollen oder wieder ins alte System zurückfallen. Tendenziell &#034;befürchte&#034; ich eher, dass es zu einem &#034;Rückschritt&#034; kommen wird.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Sandra]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, Susanne, du hast Recht: es bleibt interessant. Unser System lässt es uns schwer vorstellen, dass man ohne ein soziales Netz überleben kann. Die Amerikaner kennen es aber eigentlich noch nicht lange anders. Ich persönlich fand die Entscheidung für Obamacare sehr gut, denn wir haben in den USA Dinge vor Obamacare erlebt, die mir oft deutlich gemacht haben, wie gut unser Krankenversicherungssystem in Deutschland ist. Einmal (vor den Obamacare-Zeiten) ist unsere Tochter heftig bei unserem USA-Aufenthalt erkrankt (hoch Fieber, Mandel- und Blasenentzündung), dass wir die Ärzte eines Centercares besuchen mussten, denn ohne Medikamente (Antibiotika) wäre die Entzündung nicht verschwunden. Vor der Untersuchung waren bereits 250 Dollar fällig, für uns kein Problem, weil wir es ohne weiteres bezahlen konnten und unsere Versicherung es auch getragen hätte. Mein Mann erzählte mir, dass kurz nach uns eine amerikanische Familie in dieses Centercare gekommen ist, die ebenfalls eine erkrankte Tochter hatten, sie sah genauso elend aus wie unsere, mit Fieber, heftigen Halsschmerzen etc.. Als sie hörten, dass eine Untersuchung 250 Dollar kostet, sind sie ohne Untersuchung wieder gegangen. Als mir mein Mann später davon erzählte, war es für mich unvorstellbar, ich hätte für meine Tochter alles möglich gemacht, damit ihr geholfen worden wäre, aber was machen, wenn kein Geld da ist? Denn auch wenn die Mentalität der US-Amerikaner an die Eigenverantwortung appeliert und damit auch jeden die Verantwortung dafür gibt, eben das Geld zu haben, wenn ein Krankheitsfall auftritt, ist das eben tatsächlich nicht immer so möglich und sobald man auch nicht nur für sich selber verantwortlich ist und z.B. die Erkrankung von Kindern dazu kommt, ist es auch in vielen Fällen wirklich Schicksal, ob sie in einer &quot;reichen&quot; oder &quot;armen&quot; Familie leben. Ich bin wirklich gespannt, inwiefern die US-Amerikaner nach der kurzen Erfahrung mit Obamacare bereit sind, derartige Kosten weiterhin als Gemeinschaft tragen zu wollen oder wieder ins alte System zurückfallen. Tendenziell &quot;befürchte&quot; ich eher, dass es zu einem &quot;Rückschritt&quot; kommen wird.<br />
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.<br />
Liebe Grüße<br />
Sandra</p>
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