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	<title>schreiben Archive - mamimade</title>
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	<description>vernäht und zugetextet</description>
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	<title>schreiben Archive - mamimade</title>
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		<title>cityThings: Die letzten Wege vor dem Fest
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Dec 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[mamimade]]></category>
		<category><![CDATA[citythings]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obwohl ich es allgemeinhin versuche zu vermeiden in den letzten Tagen vor Weihnachten noch viel unterwegs zu sein, so kann ich es doch nie gänzlich vermeiden. Irgendwas will doch immer noch erledigt werden. So auch diesmal. Und es war entzückend.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Obwohl ich es allgemeinhin versuche zu vermeiden in den letzten Tagen vor Weihnachten noch viel unterwegs zu sein, so kann ich es doch nie gänzlich vermeiden. Irgendwas will doch immer noch erledigt werden. So auch diesmal. Und es war entzückend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mag es ja, wenn es menschelt. Das ist euch bestimmt nicht neu. Als ich nun am 23. Dezember für eine Topfengolatsche in den Felber ums Eck eintrat, war ich dort nicht die Einzige. Die Leute waren am Brot und Gebäck einlagern und die Kleinheit der Filiale hat nicht verhindert, dass alle (ca. 5 Personen) drinnen waren. Es war eng. Draußen hatte es um 0 Grad, drinnen war es backofenwarm. Von den 5 Kundinnen trugen 4 Brille. Alle waren angelaufen. Das muss von hinter der Theke einigermaßen komisch ausgesehen haben. Aus meiner Perspektive beschränkte sich das Humorvolle im &#8222;Alle-lugten-über-ihre-Brille-drüber&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dame hinter der Budl arbeitet immer da. Sie kennt alle. Und so waren die Gespräche sehr salopp. Mit einem Paar hat sie sogar &#8222;geschimpft&#8220; (was da wienerisch ablief, erklär ich ein andermal &#8211; Sozialstudie), weil sie das am Samstag zuvor bestellte Brot nicht abgeholt hatten. Sie verzieh ihnen dann mit der Segen &#8222;Der Samstag war aber ein komischer Tag!&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil die einzelnen Leut&#8216; halt nicht nur ein Kipferl gekauft haben und man sich eben auch kannte, hat die Sache gedauert. Bis ich dran war, war ich solide am Schwitzen und ich war nicht die Einzige, die sich sukkzessive Handschuhe, Mütze und Schal der Reihen nach ausgezogen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich rausgegangen bin, war meine Brille allerdings immer noch angelaufen. Die Topfengolatsche war wunderbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz danach tauchte ich dann in eines meiner Wollgeschäfte ein um mir für die Feiertage noch mein Reservoir für Etwaiges gut zu füllen. Und ich war nicht alleine mit diesem Gedanken. Praktisch alle Anwesenden hatten dasselbe Ziel vor Augen. Wunderbar.<br>Notfallswolle für alle!</p>



<p class="wp-block-paragraph">I love it!</p>
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		<title>Instagartenputzeria
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2025 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[mamimade]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neuerdings folge ich auf Instagram ein paar Gartenfreaks und einer Frau, die putzt. Und das hat höchst eigenartige Konsequenzen. Natürlich vorhersehbar haben die Garten- und Pflanzenvideos meine bereits vorhandene Gartengrünliebe verstärkt. Tipps und Tricks zur Pflege von Pflänzchen aller Art laufen bei mir bekanntermaßen ja offene Türen ein.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Neuerdings folge ich auf Instagram ein paar Gartenfreaks und einer Frau, die putzt. Und das hat höchst eigenartige Konsequenzen. Natürlich vorhersehbar haben die Garten- und Pflanzenvideos meine bereits vorhandene Gartengrünliebe verstärkt. Tipps und Tricks zur Pflege von Pflänzchen aller Art laufen bei mir bekanntermaßen ja offene Türen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mich beeindruckt natürlich wenig, dass die in den Videos zu bestaunenden Gärten allesamt groß und sonnig gelegen sind. Keine dieser Gartenmenschen wohnt mitten in einer Großstadt und hat ein winziges Fleckchen Grün im Vollschatten einer Brandschutzmauer. Wenn die von schattiger Lage reden, falle ich vor Lachen über den Gartenschlauch. „Leute, ihr habt ja gar keine Ahnung, wie wenig Licht manche Pflanzen noch lebensfähig hält!“, krächze ich, während ich mir auf dem Moosdurchwachsenen Teil meines „Rasens“ den Bauch halte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nichtsdestotrotz habe ich mittlerweile hoffnungsvoll ein paar Stecklinge geschnitten und gesetzt und schaue jetzt zu, wie diese langsam aber ziemlich sicher das Zeitliche segnen. Macht nix. In meiner Umgebung gibt es so wenig Gartenverliebte, dass die paar, die sich in am Fenster hängenden Blumenkisterln üben, ja ernsthaft glauben, ich &#8211; kicher &#8211; sei eine, die sich auskennt &#8211; kicherkicher!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der neu erworbenene Kenntnisse im Instagardening habe ich aber einen Funken mehr Spaß, was jetzt also bedeutet: ich habe ziemlich viel Spaß im Garten! Und meine Familie, die schmunzelt, wenn ich mir eingestehe, dass da was läuft. Zwischen dem Grün und mir. Die wissen das schon länger, scheint mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Naja.<br>Mit Besorgnis erfüllt mich vielmehr die Instaputzecke. Neulich habe ich mich dabei ertappt wie ich unser Backblech reinigte. Nicht einmal, nein, dreimal. Und wir durften aufgrund dieser völlig neuen Bemühungen meinerseits feststellen, dass dasselbe gar nicht schwarz sondern tatsächlich grau ist. Huch!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich ist es unserer Duschtür ergangen. Details erspare ich vor Scham. Es sei nur soviel verraten. Das ist gar kein Milchglas!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faszinant finde ich ja gar nicht so das Putzen und es dann sauber haben an sich, sondern durchaus den chemischen bzw. physikalischen Aspekt der ganzen Angelegenheit. Putzen ist erstaunlich logisch. Eigentlich muss man nur den Gegner kennen, dann kennt man eben auch seine Schwachstellen und meist ist die Sache dann HoppZack erledigt. (Also bis auf das schwer vernachlässigte Backblech. Da war nix mit HoppZack.)<br>Und man braucht nicht einmal vierzehn verschiedene Putzitäten, sprich Flascherln. Bisher komme ich mich Zitronensäure und Natron durch.<br>Und Seife.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings fehlt dem Putzen der gärtnerische Aspekt. Das Schöne, wenn ihr so wollt. Ein sauberes Bad ist zwar nett, kann aber in meiner Ästhetik dem Garten das Wasser nicht reichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und in eine Gärtnerei gehe ich auch lieber Zeugs kaufen, als in den Drogeriemarkt.<br>Kein Vergleich.</p>
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		<title>Von neuen Handies, PINs, F&#246;hren und einem wolkigen Ged&#228;chtnis! {#perimenopausalme}
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Nov 2024 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Frage lautet: Wie öffne ich ein Carsharing-Auto mit einem neuen Mobilfon, wenn das Hirn gerade Baustelle ist?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Neulich hatte ich Geburtstag. Geschenkt wurde mir eine neues Handy. Das war auch hoch an der Zeit. Mein „Altes“ hatte mittlerweile ein paar lästige Eigenheiten entwickelt. Ich mochte es zwar noch sehr, allerdings wurde die Sache allmählich behindernd.  Der Umstieg auf ein aktuelleres Gerät war daher emotional einfach. (Manchmal ist der Abschied von elektronischen Geräten ja überraschend … eigen). Und auch das Übertragen der Daten von Alt auf Neu. Ziemlich geschmeidige Angelegenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Bilder, alle Termine, die Apps .. keine ernstzunehmenden Hindernisse erkennbar in den ersten Wochen. (Okay, die Bank App wollte gekuschelt werden. Aber das muss halt.)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="1067" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-4.jpg" alt="" class="wp-image-16055" srcset="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-4.jpg 800w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-4-768x1024.jpg 768w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-4-450x600.jpg 450w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Und dann wollte die kleine Miss in die Natur. Lange hatte ich es ihr versprochen. Nun war es soweit. Ein Ausflug in die Föhrenberge stand an. Das E-Auto hatte ich per App Tage vorher reserviert, das Wetter war schön, die beste Freundin der kleinen Miss war auch da. Wir gingen die Gasse hinunter zum Auto, da fiel mir ein, dass am alten Handy das Auto per Fingerabdruck auf dem Handy zu aktivieren war. Dieses Handy hatte keinen Fingerabdruck, dieses Handy hat Gesicht. Für gewöhnlich muss man diese Authentifizierungsgschichten immer vorab genehmigen und … da braucht man gerne den PIN.<br>Und zwar den für die App. Den, den ich vor Monaten ein einziges mal ins Handy getippt habe und danach nie wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und auf „PIN vergessen“ klicken, dürfte nich zu einer Lösung der Situation führen, denn in vager Erinnerung hatte ich &#8211; mehr so ein Gefühl, als eine klare Erinnerung &#8211; dass ich mein mail-Passwort irgendwann aktualisiert habe, diese Aktualisierung allerdings am Fon noch nicht bestätigt habe. Daher beschlich mich so eine Vorahnung, dass mir das Handy sagen könnte, dass das Passwort für das mail nicht stimmt. Und ich habe echt Null Ahnung wie dieses Passwort aussieht. Ich kann mich ja nicht einmal gesichert erinnern, dass ich das Passwort tatsächlich geändert habe.<br>Ach, diese bescheuerten Hormone. Erinnerungsvermögen stark „verändert“ in dieser Phase des weiblichen Lebens.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full"><img decoding="async" width="800" height="1067" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-2.jpg" alt="" class="wp-image-16053" srcset="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-2.jpg 800w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-2-768x1024.jpg 768w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-2-450x600.jpg 450w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Wir stehen also vor dem Auto, ich drücke auf „Miete starten“ und die App bittet mich höflich, meine Face-ID zu genehmigen. Ich genehmige und werde aufgefordert zum Abschluß meinen PIN einzugeben.<br>TaDAAA!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Teenager stehen neben mir und plaudern. Denen ist das gerade ultimativ egal. Ich tippe auf „Passwort vergessen“ und gehe dann auf meine mail-App. Und die schaut schon beim Öffnen total „Nö, nicht mit mir!“ aus.<br>Ich tippe das Passwort ein. Mein „Altes“. Der Rest ist ja mehr so Gefühlswolke als eine reale Erinnerung. Nix geht. Die App bleibt freundlich, aber sehr verschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich eröffne der Teenagertruppe, dass ich wohl um das mail für den PIN lesen zu können noch einmal nach Hause an meinen kleinen, wunderbaren Computer muss. Zum Glück sind das ja nur 100 Meter oder so. Die Beiden erklären mir, dass sie die Zeit nutzen wollen um sich noch etwas zum Essen zu besorgen. Wir machen uns aus, einander wieder beim Auto zu treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie gehen los. Ich gehe los. Nach 15 Metern nehme ich mein Handy nochmal in die Hand. Der Bildschirm zeigt mir die PIN-eingeben-Seite der Auto-App. Vier Zahlen. Und POPP habe ich vier Zahlen im Kopf. „Hm!“, denke ich mir und dann noch „Na ein Fehlversuch macht die Sache jetzt auch nicht mehr schlimmer!“.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full"><img decoding="async" width="800" height="1067" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-3.jpg" alt="" class="wp-image-16054" srcset="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-3.jpg 800w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-3-768x1024.jpg 768w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/11/mamimade-foehrenberge-3-450x600.jpg 450w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ihr wisst vermutlich schon, was dann passiert ist.<br>Ja genau. Die vier Zahlen waren richtig. Ich war so baff, dass ich erstmal noch ein paar Meter weiter Richtung nach Hause gegangen bin. Ich musste stehenbleiben, um das grüne Hakerl am Bildschirm vollumfänglich zu verarbeiten, bevor ich verwundert aber zufrieden umkehrte, das Auto öffnete und mich hineinsetze. Die zwei Teenager konnte ich noch im Rückspiegel weggehen sehen. Ich ließ sie sich ihr Obst kaufen gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir waren dann noch in den Föhrenbergen. Es war wunderschön, die Mädels supernett, das Licht ein Traum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So in etwa sehen vieler meiner Tage aus. Irgendwie ruhig, irgendwie verwirrt und manchmal geht auch alles schief. Mein Hirn und ich, wir existieren nebeneinander her. Manchmal kommunizierend, manchmal nicht so.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perimenopausaler Alltag. Ich nehme es mittlerweile locker.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Und Nein: das war vorher nicht so. Ich hab’ zwar schon mal Sachen vergessen, aber dieses „wolkige“ um gewisse Erinnerungen rum, das ist neu! &#8211; und lästig.</em></p>
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		<title>I missed walking
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2024 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[mamimade]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe eine schräge Beobachtung gemacht. An mir. Seit wir kein Auto mehr haben, die nahegelegene Hauptstraße zur faszinanten Dauerbaustelle mutiert ist (ein paar Wochen noch) und ich begeisterte e-Bike-Besitzerin bin, fehlt mir das Gehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/i-missed-walking/">I missed walking<br />
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<p class="wp-block-paragraph">Ich habe eine schräge Beobachtung gemacht. An mir. Seit wir kein Auto mehr haben, die nahegelegene Hauptstraße zur faszinanten Dauerbaustelle mutiert ist (ein paar Wochen noch) und ich begeisterte e-Bike-Besitzerin bin, fehlt mir das Gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich will ehrlich sein. Es kann sich nicht nur um das Rad handeln und die Baustelle, es war mit ziemlicher Sicherheit auch der lange, heiße Sommer. Bei 35 Grad brauch&#8216; ich nicht gehen. Charmepegel im unteren Drittel der Happy-Grins-Skala. Viel zu anstrengend. Die Füße glühen einem weg. Nein, nein, in der Hitze ist spazieren durch die Stadt wahrlich nicht sexy.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wohl, wie es meistens ist: eine Kombination aus vielen Faktoren. Wir leben in einer Welt in der es  superbeliebt ist die Dinge auf einen &#8211; meist Sünder &#8211; runterzureduzieren. Da ich aber per se schon selten zur Fangemeinde derartiger Versimplifizierungen gehöre, bleibe ich dabei: Das Rad, die Hitze und die (wegen der Baustelle) fehlende Bim, die mir gerne mal für eine Station oder so den Weg verkürzt hat, das sind meine Gründe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkt habe ich es, als ich innerhalb kurzer Zeit meherere Male einfach losgegangen bin und wie ich mich danach so fühlte. Die Temperatur war ideal für einen Spaziergang gewesen. Am Rad hätte ich schon Handschuhe tragen müssen. Zu Fuß noch nicht.<br>Dabei habe ich auch erkannt, dass mir Wien fehlt. Will sagen: die Leut&#8216;, die Stimmung, alles halt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fährt man ein Auto, dann ist logischerweise der Blick hauptsächlich auf den Verkehr gerichtet. Frau fährt dann schon mal an spektakulären Szenen vorbei ohne sie auch nur wahrzunehmen.<br>Am Rad ist die Aufmerksamkeit zwar auch sehr verkehrsorientiert, da man aber nicht in einer schallisolierenden Blechdose herumfährt, kriegt man schon zwangsläufig mehr mit. Es passiert mir am Rad schon mal, dass ich stehenbleibe um eine Aussicht zu genießen.<br>Bin ich zu Fuß unterwegs, dann bin ich <strong>im Ort, am Ort</strong>. Ich fahre nicht durch. Ich bin. Ich sehe. Ich höre. Es ist eine komplett andere (sinnliche) Erfahrung und ich komme daher zu dem Schluß, dass mir dieser Gesamteindruck gefehlt hat. Wegen der Hitze, wegen dem Rad, habe ich es weniger erlebt.  Und wir Menschen sind schon wirklich dafür gemacht. Wir sind zum Gehen und Laufen gebaut. Wir sollen wahrnehmen, was so geschieht, uns umsehen. Das können wir. Dann sind wir im Moment. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das mag vielleicht jetzt ein bissi metaphysisch klingen. Früher bin ich viel (zu viel) mit dem Auto gefahren. Dann habe ich irgendwann begonnen zu gehen. Das hat viel für mich verändert. Die Distanzen haben sich relativiert, die Zeit, die man für Distanzen braucht. In der Stadt vor allem. Und dann ist da eben dieses was-es-mit-einem-macht, wenn man einfach quer durch die Stadt geht. Mehrere Grätzln quert, Ecken sieht, die man noch nie gesehen hat. Entdeckt quasi.<br>Mal ganz abgesehen von der Bewegung und schon auch von der Stressfreiheit. Gehen hat was. Ich wusste es vorher. Ich wusste nicht, dass es mir tatsächlich so viel schenkt. Ich wusste nicht, dass es mir fehlen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überraschung!<br>Es kann.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Car Sharing FUN FACTS
</title>
		<link>https://mamimade.net/car-sharing-fun-facts/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[autolos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man in Wien lebt, also vollinhaltlich, Kids in der Schule, Job mit Büro in der Stadt, der Arzt, die Shops, wenn sich alles Leben in der Stadt abwickelt, dann braucht man ziemlich bald kein und wenn überhaupt erstaunlich selten ein Auto. Diese Aussage trifft auf viele Wiener zu. Nur jeder zweite Haushalt in Wien hat ein Auto.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/car-sharing-fun-facts/">Car Sharing &lt;b&gt;FUN&lt;/b&gt; &lt;b&gt;FACTS&lt;/b&gt;<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn man in Wien lebt, also vollinhaltlich, Kids in der Schule, Job mit Büro in der Stadt, der Arzt, die Shops, wenn sich alles Leben in der Stadt abwickelt, dann braucht man ziemlich bald kein und wenn überhaupt erstaunlich selten ein Auto. Diese Aussage trifft auf viele Wiener zu. Nur jeder zweite Haushalt in Wien hat ein Auto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es die Wochenendhaus-Wiener.  Die sind ja, was man so liest, ausnehmend beliebt draußen am Land. Die haben dann gleich zwei Autos, weil, braucht man halt. Wir hatten lange Zeit ein Auto, dann haben wir lange Zeit gewußt, dass wir es vermutlich ohne Auto auch hinkriegen und zwar ziemlich sicher ohne nennenswerte Probleme. Und jetzt? Jetzt haben wir seit fast einem ganzen Jahr kein  Auto mehr. Und: es ist tatsächlich ein anderes Lebensgefühl.</p>



<h3 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-31549ef27e07f3cc616124089ca9ef5c" style="color:#eb8000">Das Suchen ist weg</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auffälligste Detail ohne Auto, das mir auf Anhieb in den Kopf kommt, ist, dass, wenn ich ein Auto brauche, ich in der App nachschaue, das Gefährt reserviere und dann aus dem Haus direkt zum Auto gehe. Im Vergleich dazu, bleibt man als Stadtparker mit eigenem Automobil, das nur alle 10 Tage mal bewegt wird, kaum dass man aus dem Haus herausgetreten ist, abrupt stehen und muß akut überlegen WO das gute Teil denn überhaupt hingestellt wurde? Muss ich rechts? Muß ich links? Habe ich es vor dem Gasthaus stehen lassen? Oder war das vorige Woche? War mein Mann zuletzt unterwegs? Und warum hat er mir nicht gesagt wo das Familomobil jetzt steht?<br>Diese Situation kennt jeder Stadtparker. Man kann das auch beobachten. Also, wenn man mal zufällig ein paar Stunden am Fenster sitzt und rausschaut. Die Wahrscheinlichkeit, dass aus irgendeinem Haus jemand heraustritt und zuerst mal gleich stehenbleibt und mit Suchblick rechts und links die Gasse runterschaut, ist gar nicht so klein. <br>Das menschelt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="100" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/Abteilerlein.jpg" alt="" class="wp-image-14301"/></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Car Sharing </strong>ist dann auch so eine ganz eigene Sache. Die allerersten Male (Jahre her) bin ich meist in eine Sharing-Auto gestiegen, wenn akut ein Kind irgendwo krank zu holen und das Familiengefährt gerade unterwegs war. Und das ist dann meist gar nicht so einfach wie man vorab vielleicht denken mag.<br>Denn, das Gewohnheitstier Mensch, kennt das eigene Auto. Aber eben <strong>all die Anderen nicht.</strong> Und wenn man, so wie wir, ein Gefährt sein eigen nennt, das gut 20 Jahre alt ist, dann, bitteschön, ist alles was zu geteilt an Autos angeboten wird derart modern, dass man sich in einer Mondlanderakete wähnt.<br>Und dementsprechend hilflos sitzt man dann in den ersten Minuten in dieser Rakete und bringt weder den Motor zum Laufen noch findet man den Rückwärtsgang (Automatik ist nicht gleich Automatik). Ein krankes Kind in der Schule wartend, macht die Sache gar nicht mal so viel leichter.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/elaine-casap-qgHGDbbSNm8-unsplash.jpg" alt="" class="wp-image-14304" srcset="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/elaine-casap-qgHGDbbSNm8-unsplash.jpg 1000w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/elaine-casap-qgHGDbbSNm8-unsplash-768x512.jpg 768w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/elaine-casap-qgHGDbbSNm8-unsplash-450x300.jpg 450w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/elaine-casap-qgHGDbbSNm8-unsplash-900x600.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"> </figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Und hat man es mal geschafft, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass man beim nächsten Mal in ein komplett anders konzipiertes Gefährt einsteigen wird. Das Spiel beginnt von Neuem. Solange bis man alle Modelle einmal durch hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beruhigend zu erwähnen ist, dass, genauso wie beim Wo-steht-eigentlich-mein-Auto-Gschichti von gerade eben, auch da alle gleich sind. Mein durchaus Auto-versierter Ehemann hat mich mittlerweile auch schon mal mittelmäßig verzweifelt angerufen, weil er ein Sharing-Auto einfach nicht zum Laufen gebracht hat.<br>Will nur sagen: wir sind alle gleich gescheit/dumm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiters fällt auf, dass all die Leute, die sonst mit den Autos fahren, in die ich dann eben ab und zu mal einsteige, offensichtlich komplett anders gebaut sind. Sprich: ich muss beinahe alles neu einstellen. Rückspiegel, Sitz, Lehne, Pohöhe, Seitenspiegel. Aber, eben selten alles! An irgendeinem Teil, passt mir der Vormensch dann halt doch.<br>Schon schräg.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="100" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/Abteilerlein.jpg" alt="" class="wp-image-14301"/></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Es ist unnötig zu erwähnen, dass &#8211; in Anlehnung an das Starten oder Gängefinden Dilemma &#8211; auch die Sitze nie gleich einzustellen sind. Es kommt also durchaus vor, dass man sich einen perfekten Lehnenwinkel versaut, weil man glaubt eigentlich an der Distanz zu den Pedalen zu hantieren. Und umgekehrt. Ein bissl eine Überraschung ist demnach immer dabei.<br>Ach ja, apropos einstellen:</p>



<h3 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-ed2faa0a6d080d0e0f6b2c27d494bbb9" style="color:#eb8000">Das Radio</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mir ist es ja noch nie passiert, dass mir beim Schlüsseldrehen (oder Knopfi drücken) plötzlich mit Lautstärke 2000 irgendein Jödldihü-Sender das Hirn weggeblastet hat.<br>Nein, die Lautstärke war noch immer sehr verträglich. Lustig finde ich ja eigentlich mehr die Sender, die vom Vorfahrer noch über bleiben. Das lässt dann schon tief blicken.<br>Selbstzufrieden darf ich feststellen, dass erfreulich häufig FM4 eingestellt ist. Das mag aber auch daran liegen, dass die Radio Arabella Dichte im 4. Wiener Bezirk halt einfach unterdominant ist.<br>Naja, ich find&#8217;s auf jeden Fall gut so und aber eben auch sehr lustig.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Hab&#8216; ich auch nicht kommen sehen, dass man ohne eigenes Auto plötzlich so um die Ecke rum andere Menschen erspüren kann!</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und zu guter Letzt möchte ich noch ein &#8211; hm &#8211; vielleicht tiefenpsychologisches Detail erwähnen, das mir sehr stark auffällt.<br>Ich war nie ein Autonarr. Die PS waren mir stets komplett wurscht. Oder welche Marke oder überhaupt.<br>Aber selbst ich musste mich am Ende von dem Auto innerlich verabschieden, in dem ich meine Babies für 16 Jahre herumgekurvt hatte. Ich hatte zu diesem Blechhaufen eine emotionale Bindung. Und weil ich eine emotionale Bindung hatte, hatte das Auto auch &#8222;Rechte&#8220; in meinen Augen. Ich bin keine Radikale. Mein Auto hatte kein &#8211; du darfst überall stehen Recht oder so &#8211; meine Auto hatte das Recht doch ab und zu mal gereinigt zu werden. Oder dann doch mal etwas frisches Öl für den Motor. Verhätschelt haben wir unser Auto nicht. Nein. Wahrlich.<br>Ich sehe aber, wo es herkommt, dass gar nicht mal so wenig Menschen ihr Auto &#8230; überhöhen. Und ihm eine Bewertung zugestehen, die eigentlich unverhältnismäßig ist. (meine Meinung)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn, und das ist ohne eigenes Auto sehr viel einfacher zu erkennen, ein Auto ist ein Auto. Ein Blechding, das dich von A nach B bringt. Nicht weniger, <strong>aber eben auch nicht mehr</strong>. Es fällt sehr viel leichter auf irgendwelche irrwitzigen Details kaum oder gar nicht zu reagieren, wenn es diese emotionale Ebene nicht mehr gibt. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="800" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/janko-ferlic-zHJ4ph3GRyg-unsplash.jpg" alt="" class="wp-image-14310" srcset="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/janko-ferlic-zHJ4ph3GRyg-unsplash.jpg 1000w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/janko-ferlic-zHJ4ph3GRyg-unsplash-768x614.jpg 768w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/janko-ferlic-zHJ4ph3GRyg-unsplash-450x360.jpg 450w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/03/janko-ferlic-zHJ4ph3GRyg-unsplash-750x600.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"> </figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Will sagen: Baustellen, die mir den Heimweg verlängern, weil ich über Hinterkuckuckshausen fahren muss um vor meine Haustür zu gelangen, sind mir jetzt sehr viel mehr wurscht. Oder Ladezonen. Oder Anrainerparkplätze. Oder .. ganz heißes Thema .. WENIGER Parkplätze.<br>Nochmal; was ich sagen will ist, dass es sehr viel leichter fällt auf Privilegien zu verzichten, auf die ich an sich ja kein Recht habe. Die mir nur historisch gewachsen zur Zeit noch in den Schoß fallen und die so es weiterhin den Trend zu mehr und größeren Autos gibt, eben real nicht aufrecht zu erhalten sind.<br>Ohne ein eigenes Auto fällt es leichter diese Erkenntnis anzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist mir ja klar, dass Sharing-Modelle nur so richtig gut funktionieren, wenn die Stadt/der Ort groß genug ist, weil man halt einen Haufen Leute braucht, damit so etwas funktionieren kann. Am Land draußen ist Car-Sharing keine reale Option &#8230; zumindest nicht per Geschäftsmodell, das in einer Großstadt funktioniert. Womöglich gibt es für ländliche Gegenden ja andere Modelle. Das ist aber heute und hier nicht das Thema. Heute ging es drum euch teilhaben zu lassen <strong>an den absurden Rundherums, die sich so ergeben, wenn man mit völlig fremden Menschen ein Auto teilt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich find&#8217;s witzig. Jedes mal wieder!</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="122" height="49" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/05/Signature-7.png" alt="" class="wp-image-58"/></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/car-sharing-fun-facts/">Car Sharing &lt;b&gt;FUN&lt;/b&gt; &lt;b&gt;FACTS&lt;/b&gt;<br />
</a> erschien zuerst auf <a href="https://mamimade.net">mamimade</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vom Wind in Wien!
</title>
		<link>https://mamimade.net/vom-wind-in-wien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2024 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[mamimade]]></category>
		<category><![CDATA[VIENNA my Love]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wien ist eine windige Stadt. Das weiß ich mittlerweile vom vielen Jammern .. der Anderen. Denn mir selber und ich lebe jetzt bereits 30 Jahre IN der Stadt ist es mir nie .. mit der Betonung auf NIE .. aufgefallen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/vom-wind-in-wien/">Vom Wind in &lt;b&gt;Wien!&lt;/b&gt;<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wien ist eine windige Stadt. Das weiß ich mittlerweile vom vielen Jammern .. der Anderen. Denn mir selber und ich lebe jetzt bereits 30 Jahre IN der Stadt ist es nie .. mit der Betonung auf NIE .. aufgefallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgewachsen in der unmittelbaren Umgebung von Wien nahm mich die Stadt per Tanzschule an die Hand. Jahrelang fuhr ich rein und raus .. mit den Öffis .. eh klar. Dann kam die Uni und mit ihr deutlich mehr Zeit in der Stadt und vor allem auch in anderen Bezirken. Ich wuchs heran und lernte Wien kennen. Gemocht habe ich Wien damals nicht so. Es war mir eher wurscht. Dann ging ich im Zuge meines Studiums nach London, das mir den Kopf völlig verdrehte. Danach war Wien ein Kaff für mich.<br>So unfassbar still.<br>Irre uncool.<br>Trotzdem zog ich dorthin. Die Liebe, der Job .. ehschonwissen. Es war einfach soweit und auch logisch. Seither lebe ich in der Stadt.<br>In der Zeit haben Wien und ich einander gefunden, oder vielleicht war es mehr ein „die Stadt ist mir hintenrum heimlich ins Herz gekrochen“ &#8211; eine Wiener Spezialität. Ich habe hier geheirtat (gleich 2x!) und meine Kinder bekommen und auch groß gezogen.<br>Und in all der Zeit, in all dem Leben ist mir &#8211; kein Schmäh &#8211; nicht einmal aufgefallen, dass in Wien der Wind weht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass ab und zu mal ein Sturm durch die Lande zieht, betrachte ich ja als gegeben. Danach geht man in den Garten und sammelt die abgebrochenen Äste ein. Manchmal fliegt dann was vom Dach, gerne auch Kinderspielzeug von den Balkonen der Nachbarn. In den Nachrichten ist dann aber das ländliche Österreich, dort unterbrechen umgestürzte Bäume Stromleitungen und eine XX Anzahl von Haushalten war XX Stunden ohne Strom.<br>Von Wien redet da keiner. Nie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insoweit könnt ihr euch also vorstellen, dass ich doch überrascht war, als dann meine Tiroler Freundin auf Wien-Besuch immer und immer wieder davon redete. Sie redete vom Wind, wenn es gar nicht wehte. &#8230; Also gefühlt. Nach meinem Standard, von dem ich ja nicht wusste, dass er ein ganz eigener ist.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="100" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/02/Abteilerlein.jpg" alt="" class="wp-image-14043"/></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">So.<br>Jetzt muß man hier anfügen, dass man als Wiener in Österreich herzlich unbeliebt ist. Es ist wie mit Brüssel und der EU. Ganz Österreich gibt gerne Wien die Schuld wenn im Dorf <em>„beliebigen Ortsnamen einsetzen“</em> eine Ampel aufgestellt wird, wo keiner sie braucht, oder der Traktor mal nicht anspringt.<br>Menschen sind gemütliche Wesen und gehen gerne den einfachen Weg. In Österreich heißt das, dass Wien Schuld hat.<br>Und damit die Wiener.<br>Die sind nämlich arrogante, verweichlichte Städter. Haben vom rauhen, wahren Leben keine Ahnung und wählen auch noch alle rot, womit sie offiziell irre sind.<br>Gleichzeitig pflegen vor allem die gebirgigeren Gegenden meiner Heimat gerne ein Harte-Burschen-Image. Dort ist’s kalt, dort liegt der Schnee, ergo halten die Menschen dort was aus. Die sind abgehärtert, kernig, echt.<br>Fakt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insofern könnt ihr euch meine ehrliche Verwunderung vorstellen, als so ein Bergmensch hier auftaucht und über das Lüfterl jammert und jammert, das mir nicht einmal auffällt.<br>Wie umgehen damit? Was kann ich sagen? Was nicht?<br>Da es sich um eine Freundin handelt und nicht um irgendeine Bekanntschaft konnte ich meiner völligen Verblüfftheit freien Lauf lassen.<br>Ich nenn’ das nicht mal Wind, was sie so erzittern lässt. Ist mehr so ein Lüfterl. Nicht der Rede wert.<br>Und doch. Es setzt ihr irgendwie zu. Ihr ist kalt!<br>Ich fasse es nicht. Wie kann jemandem kalt sein, der meterhoch Schnee vor der Tür hat? Das ergibt in meiner emotionalen Österreichlandkarte null Sinn.<br>Und doch. Es nimmt sie eindeutig mit.<br>Bei längerer Beobachtung erkenne ich, dass sie es nicht gewohnt ist, wenn an so mancher Häuserecke eine Brise um die Ecke kommt, die die Frisur auf Level 5 im „Nein, so wollte ich das nicht“ bringt.<br>Auch, meint sie, dass der Wind (den ich zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht wirklich bemerke) kalt sei. In Innsbruck weht der Fön. Das dürfte einen Unterschied machen, schließe ich daraus.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="100" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2024/02/Abteilerlein.jpg" alt="" class="wp-image-14043"/></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Also habe ich nachgelesen. Wien liegt am Ende der Alpen, hat den Wiener Wald auf der einen Seite und die pannonische Ebene auf der anderen. Das reicht, so liest man, um Luft die Donau entlang zwingen zu können, was wohl zu einer gewissen Beschleunigung führt.<br>Gibt man jedoch bei Google „Wind London vs Vienna“ oder „Paris vs. Vienna“ ein, dann scheinen beide windiger zu sein als Wien. Also kann’s ja so schlimm nicht sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ach was weiß ich.<br>Von mir aus können noch so viele Leute auf Insta Videos posten, wie es ihnen die Haare in die Visage weht, wenn sie durch die Stadt spazieren. Die wahre Härte, lasst euch das gesagt sein ihr Lieben, ist, wenn der Wind in Wien mal NICHT weht.<br>So im Sommer.<br>Wenn die Stadt glüht.<br>Das ist Härte! Da jammern selbst die Wiener.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Dinge, die man nicht machen sollte, wenn man mit einem TEENAGER shoppen geht./en mu&#223;.
</title>
		<link>https://mamimade.net/gehe-nie-mit-einem-teenager-shoppen/</link>
					<comments>https://mamimade.net/gehe-nie-mit-einem-teenager-shoppen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2024 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gehe nie mit einem Teenager shoppen!</p>
<p>Auch oder besonders nicht in „Not“situationen. Die Eltern-Teenager-Combo ist grundsätzlich nicht zum Shoppingerlebnis geeignet. Unterschiede im Geschmack werden dabei schmerzhaft offenbar. Dazu kommt, dass die größere Zahl der Teenager noch keine Ahnung hat, was ihnen steht und was eben nicht. Gepaart mit der Ironie des Lebens, dass es Teenagern nicht gegeben ist, einem Elternteil jedwede Kompetenz zuzuschreiben, läßt erkennen, dass lösungsorientierte Zusammenarbeit grundsätzlich auszuschließen ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/gehe-nie-mit-einem-teenager-shoppen/">Dinge, die man nicht machen sollte, wenn man mit einem &lt;b&gt;TEENAGER&lt;/b&gt; shoppen geht./en mu&szlig;.<br />
</a> erschien zuerst auf <a href="https://mamimade.net">mamimade</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Gehe nie mit einem Teenager shoppen!<br>Auch oder besonders nicht in „<strong><em>Not“situationen. </em></strong>Die Eltern-Teenager-Combo ist grundsätzlich nicht zum Shoppingerlebnis geeignet. Unterschiede im Geschmack werden dabei schmerzhaft offenbar. Dazu kommt, dass die größere Zahl der Teenager noch keine Ahnung hat, was ihnen steht und was eben <em>nicht</em>. Gepaart mit der Ironie des Lebens, dass es Teenagern nicht gegeben ist, einem Elternteil jedwede Kompetenz zuzuschreiben, läßt erkennen, dass lösungsorientierte Zusammenarbeit grundsätzlich auszuschließen ist.<br>Daher gilt: Gehe nie mit einem Teenager shoppen!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="100" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/09/Abteilerlein1.jpg" alt="" class="wp-image-9717"/></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Sollte es aus irgendwelchen unglücklichen Gründen trotzdem zu einem gemeinschaftlichem Shopping „Event“ kommen, gilt es bestimmte Regeln einzuhalten.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Man weise grundsätzlich auf keine Kleidungsstücke hin oder hebe eines in irgendeiner Form hervor. Jedes vorgeschlagene Stück ist damit nämlich ziemlich sicher <strong>sofort aus dem Rennen.</strong></li>



<li>Man halte sich bevorzugt <strong>nicht in der Nähe</strong> des Nachwuchses auf. Auch empfiehlt es sich, wenn notwendig, diesen nicht zu beobachten. Das kann zu überraschend heftigen Reaktionen führen. Will man den Teeanger trotzdem im Auge behalten, empfiehlt die Autorin den Beschattungs-Kurs für Anfänger vom FBI.</li>



<li>Kommt es tatsächlich zu einer Anprobe, hat man sich in Rufdistanz aber möglichst weit weg aufzuhalten. Einen Blick auf das beprobte Kleidungsstück wird man nur in Ausnahmefällen werfen dürfen. Für gewöhnlich ist schon die Frage danach <strong>an Aufdringlichkeit nicht zu überbieten.</strong> Am besten Muttern schwirrt irgendwo in der Gegend herum, nahe genug um das entnervte Kind dann wieder „abzuholen“.</li>



<li>Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein Blick in die Garderobe geworfen werden darf, gilt es zu bedenken, dass man &#8211; um Himmels willen &#8211; nur so etwas sagt wie: „Passt!“ oder „Zu groß/klein!“. Mehr wird im Normalfall nicht gewünscht und läßt meist nur das Seufzerlevel stark ansteigen. <strong>Vor Begeisterung oder Ähnlichem möchten wir hier unbedingt warnen!</strong> So etwas kann zum sofortigen Abbruch der gesamten Unternehmung führen. Kein Scherz!</li>



<li>Zusätzliche Information darf man getrost für sich behalten und ist im Regelfall unerwünscht. Unbedingt notwendige Hinweise gilt es in kurze Sätze zu packen. Den Einschlag muß man dann abwarten und ertragen.</li>



<li>Die meisten Teenager haben so etwas wie NoGo-Geschäfte, Läden, die nicht cool genug für ihre Aufmerksamkeit sind. Und auch, wenn das NoGo das einzige Geschäft mit den richtigen Schuhen im Angebot ist, wird man den Nachwuchs nicht dazu überreden können, da hineinzugehen. Es spart enorm Zeit und Energie, wenn der Elternteil das gleich .. <strong>abschreibt</strong>.</li>



<li>Durchaus hilfreich, aber meist schwer umzusetzen, sind Shopping-Touren mit eingebautem Ablenkungsmanöver. So wurde das Unterleiberl-Anprobieren deutlich erträglicher, als vor dem Geschäft eine Verschwörungstheoretiker-Demo lief, was der betroffene Teenager schon immer mal sehen wollte. Auch ein zufälliger Wasserrohrbruch in der Herren-Anzugs-Abteilung einer Kaufhauskette hatte überraschend <strong>positive Effekte auf die Laune des Nachwuchses.</strong></li>



<li>Es sei noch erwähnt, dass Teenager zu spontan absurden Dingen neigen. So kann es schon mal passieren, dass das Anprobieren eines Gürtels nicht nur eine streng geheime und langwierige Angelegenheit wird, sondern auch eine Aggressionspotential steigernde. Und warum man auf Blusen derart systemkritisch reagieren muss, hat sich der Autorin auch nicht erschlossen.</li>



<li>Womit wir beim Thema Hemden, Hemdengrößen oder auch Anzugsgrößen wären. Alles Dinge mit denen die meisten Mütter zwar entfernt in Berührung gekommen sind, die sie aber nicht im FF haben. Der Nachwuchs ist allerdings an einer kompetenten, sprich <em>männlichen</em> Begleitung, nicht interessiert, wodurch ein Anzugkauf in der Regel zu einem Drahtseilakt mit Krawattenbegleitung tendiert. Beruhigen soll einen dabei nur, dass der Teenager es auf keinen Fall besser wissen kann. Im Idealfall nutzt man die eigene Shoppingkompetenz um den Jungmann an <strong>das beratende Verkaufspersonal</strong> weiterzureichen.</li>



<li>Danach gilt es den Mund zu halten und unauffällig in einer Ecke zu sitzen &#8211; freundlich ohne ein Lächeln und dabei zu verkraften wie locker, entspannt und höflich der gerade noch brummende Nachwuchs mit wildfremden Personen umzugehen imstande ist. In diesem tendentiell frustriertem Zustand <strong>nicke man unauffällig der Mutter zu,</strong> die eine Garderobe weiter Ähnliches zu durchleben hat.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Kurzum. Gehe nie mit einem Teenager shoppen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-sm-dark-tertiary-color has-text-color has-link-color wp-elements-53bbdf4d7a086a9d36867837e6186903 wp-block-paragraph"><em>Dieser Text wurde vom hauseigenen Teenager mit einem &#8222;Genau so!&#8220; zur Veröffentlichung freigegeben.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Haus des Meeres: oder wie ich lernte Fische zu lieben
</title>
		<link>https://mamimade.net/das-haus-des-meeres-oder-wie-ich-zum-mensch-wurde/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2023 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[mamimade]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie sich herausstellt, mag ich Fische. Oder auch Korallen. Im Aquarium. Zu dieser Erkenntnis gelangte ich, weil ich neulich genötigt wurde mit dem Kind/Teenager ins Haus des Meeres zu gehen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/das-haus-des-meeres-oder-wie-ich-zum-mensch-wurde/">&lt;b&gt;Das Haus des Meeres:&lt;/b&gt; oder wie ich lernte Fische zu lieben<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wie sich herausstellt, mag ich Fische. Oder auch Korallen. Im Aquarium. Zu dieser Erkenntnis gelangte ich, weil ich neulich genötigt wurde mit dem Kind/Teenager ins Haus des Meeres zu gehen. Eine durch und durch un-ME-Angelegenheit. Erstens Fische (so dachte ich), zweitens jede Menge Menschen, noch dazu Familien mit kleinen Kindern. Das Ganze in einem Flackturm, sprich zusammengedrängt in, wie ich weiters dachte, engen zubetonierten Gängen. Virenaustausch intensiv (Kleinkinder .. nicht Pandemie, bitteschön). Keine Fenster, nur Fischi, die im Kreis schwimmen. Vorhersehbare geringe Unterhaltung also, da war ich mir ziemlich sicher. Mama geht trotzdem brav mit, ist halt nur mäßig enthusiastisch bei der Sache, wenn ihr versteht, was ich meine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Okay, der Flackturm hat jetzt oben ein Restaurant. Man kann also, weil das Ding strategisch an einem der höheren Punkte Wiens gebaut wurde, ziemlich lässig über die Stadt drüberschauen. Sowas ist ja immer interessant. Wobei ich mich in großen Höhen nur so bedingt entspannt fühle. Ich liebe es und ich mag es auch gar nicht. Es ist kompliziert. Auf jeden Fall war aber der Ausblick wohl eines der Argumente, die mir den Gang in den Betonriesen ein wenig schmackhaft machten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann?<br>Nun, zunächst einmal ist mein ziemlich lässiges Teenager-Kind mit glücklichsten Glubschaugen von einem Becken zum nächsten meandert. Die Frau Mama war schocküberrascht, wie happy das Kind schlagartig war. Die herumwuselnden Gschroppen ignorierte sie komplett. Sie und die Fische, die Fische und Sie. A Reunion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich?<br>Nun die Koi beim Eingang fand ich nett, das Becken, das man gleich im Anschluß per Röhre durchquert hat mich an meinem staunenden Schlawittchen gepackt, sodaß ich beim Tropenbecken mit den kunterbunten Doris und Nemos bereits weichgeklopft war. Alle meine Bedenken waren in den Wind geblasen oder im Wasser dasoffen, wie ihr wollt. Ich war ganz Auge, ganz Staunen, ganz … ruhig.<br>Denn, so Gefisch ist meditativ. Korallen, die sich im Wasser wiegen, noch viel mehr. Ich hätte im 2. Stock Stunden verbringen können. Und wäre danach solide grundtherapiert wieder in die Welt zurückgekehrt. (meine ich).<br>Aber das ging nicht. Das HdM hat flotte 11 Stockwerke und das Kind wollte sie alle sehen. Ungelogen 4,5 Stunden später waren wir auch &#8222;schon&#8220; oben im Restaurant angekommen. Vollgetankt mit Impressionen aus einer anderen Welt. Das Haus des Meeres hat uns bereichert und beruhigt. Die anderen Menschen (und da waren viele) habe ich tatsächlich nicht wahrgenommen. Ich war mehr IM Becken (also gefühlt) als DAVOR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hatte ich nicht kommen sehen. War wunderschön. Wieder was gelernt. Morgen gehe ich ins Museum!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/das-haus-des-meeres-oder-wie-ich-zum-mensch-wurde/">&lt;b&gt;Das Haus des Meeres:&lt;/b&gt; oder wie ich lernte Fische zu lieben<br />
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			</item>
		<item>
		<title>Wildes Zauberlaub: ein gr&#252;nes R&#228;tsel
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2023 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Parklet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Welt ist voller Eigenartigkeiten. Eine lebt im Parklet. Oder irgendwo in der Gegend, genau habe ich das noch nicht herausgefunden. Worum es geht? Na, um das Laub der Platane, die 30m ums Eck vom Parklet lebt.<br />
Wie jeder vernünftige Laubbaum fällt auch von diesem Prachtstück im Herbst eine Unmenge an vergilbten Blättern. Und weil es eben ein Baum von beträchtlicher Größe ist, handelt es sich um eine beeindruckende Menge Laub. Soweit so logisch</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Welt ist voller Eigenartigkeiten. Eine lebt im Parklet. Oder irgendwo in der Gegend, genau habe ich das noch nicht herausgefunden. Worum es geht? Na, um das Laub der Platane, die 30m ums Eck vom Parklet lebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie jeder vernünftige Laubbaum fällt auch von diesem Prachtstück im Herbst eine Unmenge an vergilbten Blättern. Und weil es eben ein Baum von beträchtlicher Größe ist, handelt es sich um eine beeindruckende Menge Laub. Soweit so logisch. Irgendwann im Herbst also, Oktober,November, kann man in der Umgebung des Baumes durch knirschendes Laub waten und weil, wie man mir immer wieder versichert, Wien ein windiges Fleckchen ist, findet man das Laub dieses Baumes in einem Umkreis von .. na sagen wir mal .. 100 Metern (ist ja alles recht verwinkelt in so nem dicht bebauten Gebiet). Überall Platanenblätter. Knirsch. Knirsch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich verfangen sich die Blätter in Winkeln und Ecken, in die sie der Wind rein, aber nicht mehr rausweht. Ein solches Winkerl ist das Parklet. Es bleibt sich sagenhaft gut hängen zwischen den Töpfen. Nicht weiter verwunderlich also, dass ich im Herbst Gartentonnenweise Platanenlaub aus dem Parklet schaufeln kann, obwohl da keine Platane steht, also im Parklet. Wie gesagt, das ist ja nicht weiter verwunderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile haben wir allerdings März und immer noch spiele ich das Parklet-Platanen-Spiel. Soll heißen: Ich buddle das Parklet aus dem Platanenlaub und zwei Wochen drauf, ist es wieder komplett zugelaubt. Und das bitteschön, obwohl rund um die Platane selber kein Laub mehr liegt. Alles weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine wilde Theorie lautet also wie folgt: Seit Oktober wandert und weht es das Laub dieses Baumes durch die Gassen meines Bezirkes. Vermutlich gibt es statistisch berechenbare Wege, keine Ahnung, nur so ne Vermutung. Und obwohl die Straßen gekehrt werden und auch die Gärtnerei der Stadt große Pflanzenreinigungsaktionen abhält, lebt da doch ein beträchtlicher Teil Laub frei in der Stadt. Wildlaub. Freiblätter. Die Laubkombo unterwegs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn dann eine Runde geweht wurde, dann kommt das Laub am Parklet vorbei .. und bleibt dort hängen. Würd’ ich ja auch machen. Laub zu Baum, so muss es ja irgendwie sein. Aber 4 Monate lang? Echt? Nun, die Fakten sprechen dafür irgendwie.<br>Was aber verwundert: die Platane ist ja nicht der einzige Baum im Bezirk. Mitnichten. Da steht schon einiges rum, immer mehr sogar. Und alle sind sie Laubbäume. Im Parklet liegen aber nur Platanenblätter. Das ist doch irgendwie unlogisch. Wo sind die Lindenblätter von der Wiedner Hauptstraße? Die ist ja gerademal 50m weg. Wo das Laub von dem nächstgelegenen Baum, von dem ich noch immer nicht weiß, was das eigentlich ist. Warum landen die nicht im Parklet? Hat es mit der Größe der Blätter zu tun? Mit der Ausgangsmenge? Ich kenn’ mich nicht aus. Wo sind die Blätter zwischen November und März? Also jene Blätter, die, wenn ich heute das Parklet reinige, morgen anfangen sich anzusammeln? Und wer bitte, klaub die Lindenblätter raus aus dem Ganzen???</p>



<p class="wp-block-paragraph">WARUM LIEGEN 4 MONATE SPÄTER NOCH IMMER REGELMÄßIG PLATANENBLÄTTER IM PARKLET?<br>I want to know.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und noch was: Kaum treibt der Baum aus, sind die Laubblätter weg. Verschwindibus. Wenn das Grün kommt, ist das Braun schlagartig vom Erdboden verschluckt.<br>Wie geht sowas?</p>



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		<title>Nachmittagsschl&#228;fchen
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Mar 2023 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als meine Kinder noch Kinder waren, da wurden gelegentlich Mittagsschläfchen gehalten. Oder Nachmittagsschläfchen. Mittlerweile ist das total out. Ich bin jetzt diejenige, der irgendwann am Nachmittag die Augen zufallen. Dann liege ich auf dem Sofa, mehr oder weniger in der Position, in die ich eben gerade gefallen bin, halbherzig mit einer Decke zugedeckt ...</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Als meine Kinder noch Kinder waren, da wurden gelegentlich Mittagsschläfchen gehalten. Oder Nachmittagsschläfchen. Mittlerweile ist das total out. Ich bin jetzt diejenige, der irgendwann am Nachmittag die Augen zufallen. Dann liege ich auf dem Sofa, mehr oder weniger in der Position, in die ich eben gerade gefallen bin, halbherzig mit einer Decke zugedeckt und in dieser Lage dann durch 2 Katzen fixiert, die sich vor meinem Bauch und in meiner Kniekehle einrollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man reift in seine Brille, hat mir mal ein charmanter Optiker erklärt, als meine Augen einfach älter wurden. Ich für meinen Teil erlebe ein Ich reife in mein Nachmittagsschläfchen. Mein Geist ist ja mehr von der quietschfidelen Sorte und würde bei ansprechender Wetterlage gerne die Welt erkunden und Leute treffen. Mein Körper sagt nach dem Mittagessen: STOP!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dieses Stop ist ein mächtiges. Wenn es dann auch noch die Woche vor der Regel ist, habe ich, offen gesagt, nicht den Funken einer Chance. Plumps auf Sofa und weg, beschreibt die Situation recht gut. Meine Familie amüsiert das. Auf deren liebevolles Geschmunzel, kann ich meist gar nichts mehr antworten. Weil meine wohlgefeilte, wortgewaltige Gegenargumentation durch all die Schichten von Schwere, Nebel, Wärme und tiefer Entspannung nur mehr als „bumblwwwwaap“ nach oben dringt. Meist sag’ ich sogar gar nix mehr. Hat eh keinen Sinn. Der Polster ist so perfekt weich, der Kopf liegt so gut … was wollt’ ich grad sagen? Wurscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann, dann bin ich weg. Traumlos, tief drin, schwerelos schwer, weggeschnurrt von den 2 Katern, die die Sache als Gruppenheia betrachten und der ganzen Sache etwas Professionelles verleihen. Während ich einfach k.o. geschlagen werde, ist ihr Beitrag ein bewußter, ein gewählter. So macht man das, so streckt man sich noch einmal, so ringelt man sich ein um im Anschluß die Ohren abzusenken und entspannt wegzusinken. Profis halt. Und so liegen wir dann als Penntrio am Sofa mitten im Familiengeschehen und was auch immer um uns herum passiert, es tangiert uns so gut wie nie. Manchmal habe ich entgangene Telefonanrufe , von denen ich nicht einmal irgendwas mitbekomme. Da kann ich auf dem Fon liegen. Null. Andere Male, schlafe ich während eines Podcasts ein um drei Folgen später aufzuwachen. Zu einem völlig anderen Thema. (Leider sickert Information, die man im Nachmittagskoma hört, nicht ins Gedächtnis. Habe das getestet. Leider nein.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann tauche ich dann auf, hole tief Luft. Die Schlaf-Wolken hängen noch in meinem Kopf, der Körper sagt sowas wie: einen Moment noch! Dann bewege ich meine Beine, was die Katzen weckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sitzen dann alle drei total verdattert am Sofa. Die Rückkehr hat begonnen. Der Rest der Familie wappnet sich. Wir sind wieder da. <strong>Und wir sind ausgeschlafen!</strong></p>
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