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	<title>Jane Austen Archive - mamimade</title>
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	<title>Jane Austen Archive - mamimade</title>
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		<title>Filmvergleich zum Buch &#8211; PERSUASION (&#220;berredung)
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2022 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[movieTIME]]></category>
		<category><![CDATA[Jane Austen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und plötzlich ist da eine neue Persuasion Verfilmung. Diesmal auf Netflix. Und ich denke mir, da ich ja Emma und Pride &#038; Prejudice kommentiert habe, wär’ das doch auch für Persuasion möglich. Zudem es ja von Persuasion tatsächlich mehrere filmische Versuche gibt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/filmvergleich-persuasion/">Filmvergleich zum Buch &ndash; &lt;b&gt;PERSUASION&lt;/b&gt; &lt;i&gt;(&Uuml;berredung)&lt;/i&gt;<br />
</a> erschien zuerst auf <a href="https://mamimade.net">mamimade</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Und plötzlich ist da eine neue Persuasion Verfilmung. Diesmal auf Netflix. Und ich denke mir, da ich ja <a href="https://mamimade.net/filmvergleich-zum-buch-emma/">Emma</a> und <a href="https://mamimade.net/filmvergleich-stolz-vorurteil/">Pride &amp; Prejudice</a> kommentiert habe, wär’ das doch auch für Persuasion möglich. Zudem es ja von Persuasion tatsächlich mehrere filmische Versuche gibt.</p>



<p>Also hole ich aus. Damit ihr verstehen könnt was ich so schreibe, lass ich euch wissen, dass ich Persuasion nie mochte. Wobei das zu hart ausgedrückt ist. Es ist wunderbar geschrieben. Es ist ein Jane Austen Buch. Ich liebe es. Aber ich fand die Geschichte immer … zäh. Zudem ist mir die „Heldin“ Anne Elliot zu still, zu brav, zu sehr bereit zu leiden. Oh mein Gott, wie kann man nur all das so hinnehmen, wie Anne. Tobsuchtsanfälle würd’ ich kriegen an manchen Stellen im Buch. Anne aber nicht. Gute Güte.<br>Wobei ich hier abgleite. Kurz zur Geschichte und ja, ich werde wohl spoilern.</p>



<p class="is-style-two-columns has-sm-dark-tertiary-color has-text-color"><strong>Inhalt</strong>: Persuasion ist eine tief romantische Geschichte. Es geht um die Liebe zweier Menschen, die auf eine 8 Jahre lange Probe gestellt werden und die Frage ist, ob sie sich danach wiederfinden. Die unerträgliche Situation ensteht dadurch, dass es beinahe Null Austausch zwischen den Beiden gibt. Kaum Worte, keine Blicke, es ist ein ziemliches Nichts. Verschlimmernd hinzu kommt, dass Anne in einer Umgebung lebt, in der es vor lauter aufgeblasenen, selbstverliebten Quälgeistern nur so wimmelt. Man findet sich also in einer absolut irren Gesellschaft wieder mit dem ehemals Geliebten, der über Hunderte Seiten kein Zeichen der Emotion zeigt. Leiden pur.<br>Unfassbar gut geschrieben. Aber wahrlich kein Spaß.</p>



<p>Auf- und Erlösung findet Anne am Ende durch einen Brief. Und der hat es in sich. Jane Austen ist eine atemberaubende Briefeschreiberin, das hat sie ja auch in Pride &amp; Prejudice schon bewiesen. Dieser hier ist eine herzzerreißende Liebeserklärung, die einem den Atem raubt (also, wenn man das Buch liest). Ich weiß es noch wie heute, als ich ihn das Erste Mal gelesen habe. Seeeeeufz!</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Anne Elliot ist ein Vorbild aus einer lange vergangenen Zeit! Heute ist sie nur mehr schwer zu verstehen. </p>
</blockquote>



<p>Soweit mal ganz grob die Story. Filmisch gibt das einfach nicht viel her. Anne selber ist eine so stille, ruhige, sehr überlegte Person. So jemand verfilmt sich nicht peppig. Würde man ihren Charakter verändern um dem Film irgendwie Feuer geben zu können, verändert man den Charakter der ganzen Geschichte. Denn es geht ja darum, dass Anne sich immer korrekt, immer besonnen verhält. Anne macht keine Fehler. Wenn es etwas gibt, dass mir Anne über die Zeit sympathischer macht, dann ist es diese <strong>verborgene Kraft, die totale Uneitelkeit</strong> sich in irgendeiner Form in den Mittelpunkt zu stellen. Anne ist durch und durch gut .. in einer absolut ruhigen Art und Weise.<br>Filmisch ist sowas halt ein Albtraum. Wer würde sowas verfilmen wollen? Zwischen dem Liebespaar gibt es keine Szene, die irgendwie effektvoll einschlagen kann. Die Dialoge liefern stets die mühsamen Leute. Grauslich.<br><strong>Persuasion, so meine Konklusio, wird nur verfilmt, weil es ein Jane Austen Roman ist. Punkt.</strong> Kein vernünftiger Regisseur tut sich sowas nicht an. Die einzig wahre Interpretation, wäre ein schwer romantisches Drama, mit Leid und Leid und Qualen und einem superduper Brief am Ende. Na dann mal, Viel Spaß!</p>



<p>Soweit die Intro:</p>



<p>Dann laßt uns in die Verfilmungen hüpfen und wir beginnen, weil es einfach mehr Sinn macht im Heute und gehen in der Zeit zurück:</p>


<div class="wp-block-image">
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<div class="wp-block-image">
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</div>


<h3 class="wp-block-heading">Persuasion</h3>



<h4 class="wp-block-heading">2022 &#8211; Dakota Johnson &amp; Cosmo Jarvis</h4>



<p>Je weniger man zu dieser Verfilmung sagt, desto besser. Wenngleich es sich wohl am Ende um einen mäßig süßen, leicht unterhaltsamen Film handeln mag, so ist es einfach nicht Persuasion. Punkt. Das ist keine Anne Eliott. Haltet mich fest, dann erspart ihr euch, was ich dazu zu sagen habe. Auch mit der Handlung und da vor allem mit der Beziehung zwischen Anne und Frederic wurden sich einfach zu viele Freiheiten herausgenommen. Was sich die beiden unterhalten und dann noch über ihre alte Liebe, ist völlig irr und deplatziert. Der leidvolle Charme der Geschichte besteht ja eben darin, dass sie sich <strong>nicht darüber austauschen.</strong><br>Wiedemauchimmer. Das ist kein Persuasion.<br>Kann man schauen. Kann man als Unterhaltungsfilm mögen. Ist halt aber keine Jane Austen.</p>



<p>Ach ja, der Song am Schluß. Der ist gut.</p>


<div class="wp-block-image">
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</div>


<h3 class="wp-block-heading">Persuasion</h3>



<h4 class="wp-block-heading">2007 &#8211; Sally Hawkins &amp; Rupert Penry-Jones</h4>



<p>Hier, kann man sich nur wundern, was vor allem die Drehbuchautoren geritten hat. Von Freiheiten, die man sich mit dem original Buch nimmt, kann hier keine Rede mehr sein. Die Unterhaltung, die Captain Wentworth mithört und die ihn dazu veranlasst den alles verändernden Brief zu schreiben, einen der schönsten englischen Liebesbriefe, die man in der Literatur finden kann. Jene Unterhaltung also, die in ihm diesen Brief auslöst, die findet im Film völlig unverständlicherweise zu einem komplett anderem Zeitpunkt statt und wird auch von ihm gar nicht übergehört.<br>Häää? Da hat jemand nicht verstanden. Wenn Frederic nicht hört, was Anne sagt, schreibt er den Brief nicht. Sehr eigenartig. Auch Anne ist eine zerbastelt Figur und am Ende des Filmes lassen sie sie laufen. Niemand weiß wieso. Soll das romantisch sein? Es handelt sich zweifelsohne um eine sportliche Leistung, ist aber für eine junge Frau dieser Zeit völlig deplaziert. Speziell die perfekte Anne würde nie hinter einem Mann herlaufen .. und dann wohl noch durch halb Bath. Atemberaubender Schwachsinn. Alles in allem kann man diese Verfilmung auslassen.<br>Nicht mal ein guter Song am Ende zur Versöhnung <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="741" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/11/Persuasion-912525043-large.jpg" alt="" class="wp-image-10158" srcset="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/11/Persuasion-912525043-large.jpg 500w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/11/Persuasion-912525043-large-450x667.jpg 450w, https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/11/Persuasion-912525043-large-405x600.jpg 405w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Persuasion</h3>



<h4 class="wp-block-heading">1995 &#8211; Amanda Root &amp; Ciarán Hinds</h4>



<p>Okay, hier sind wir angekommen. Diese Verfilmung hat zwar ihre Schwächen, aber man kann sagen, was man will; Das ist Persuasion!<br>Die beiden Hauptfiguren leben oder leiden nebeneinander her, bis dann endlich am Ende der Groschen fällt. Die Internet-Persuasion-Fangemeinde kürt ganz eindeutig diese Verfilmung zum Winner. Das ist ja auch leicht, wenn man bedenkt, wie schlecht die Anderen sind. Ist man an Persuasion interessiert, weil man sich alle Jane Austen Romane reinziehen will, dann ist die 1995 Version ganz eindeutig der Film, der die Geschichte erzählt, wie sie geschrieben steht.<br>Filmisch ist halt noch reichlich Luft nach oben. Es ist offensichtlich, dass das Budget nicht dasselbe war, wie in der 2022 Netflix-Verfilmung. Ausstattung und Kameraführung sind mäßig und nehmen der Geschichte leider das bißchen Farbe, das sie eh schon kaum hat. Aber im Großen und Ganzen kann man in dieser Verfilmung erahnen, was das Buch ausmacht.</p>



<p>In diesem Fall gilt: Obwohl die Geschichte etwas altbacken ist, (Es handelt sich wohl einfach um keine heutige Geschichte.) kommt man bei Interesse nicht drumherum das Buch zu lesen. Denn die Sprachgewalt, das Können der Jane Austen offenbart sich in den Worten. Für Persuasion ist das sehr schwer in Bilder zu verwandeln.</p>



<p class="has-text-align-center">Durch die Auseinandersetzung mit den Filmen, mit Anne und dem Buch, habe ich übrigens die Heldin für mich entdeckt. Anne ist schon super. Ein wenig zu still für mich, aber zweifellos eine tiptop Persönlichkeit. Nach Jahrzehnten des Missbilligens habe ich sie nun gefunden. Hallo Anne!</p>


<div class="wp-block-image">
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			</item>
		<item>
		<title>Filmvergleich zum Buch &#8211; PRIDE &#038; PREJUDICE (Stolz &#038; Vorurteil)
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jun 2022 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[movieTIME]]></category>
		<category><![CDATA[Jane Austen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pride &#038; Prejudice ist Jane Austens beliebtester Roman. Eine Liebeskomödie verpackt in eine Sozialstudie verpackt in unzählige Psychogramme geschrieben mit einem zwinkernden Auge.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/filmvergleich-stolz-vorurteil/">Filmvergleich zum Buch &ndash; &lt;b&gt;PRIDE&lt;/b&gt; &amp; &lt;b&gt;PREJUDICE&lt;/b&gt; &lt;i&gt;(Stolz &amp; Vorurteil)&lt;/i&gt;<br />
</a> erschien zuerst auf <a href="https://mamimade.net">mamimade</a>.</p>
]]></description>
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<p class="has-sm-dark-primary-color has-text-color">Pride &amp; Prejudice ist Jane Austens beliebtester Roman. Eine Liebeskomödie verpackt in eine Sozialstudie verpackt in unzählige Psychogramme geschrieben mit einem zwinkernden Auge. Dabei ist die Story alles andere als banal. Sowohl Elizabeth als auch Mr. Darcy entwickeln sich gewaltig weiter, müssen sich Fehler eingestehen und ihr Verhalten komplett ändern. Etwas, das man selten zu lesen bekommt.<br><em>Die meisten Helden sind ja so wie sie sind mehr oder weniger perfekt und die Geschichte besteht im wesentlichen darin, dass die Person ein Hindernis überwindet und man daran lesend teilhat.</em><br>In Pride &amp; Prejudice muss die Heldin sich eingestehen völlig falsch gehandelt zu haben. Sie muss erkennen, dass sie leichtfertig geglaubt hat, was ihr gefallen hat. Wohlgemerkt, die Kritik liegt darin, dass sie nicht nur etwas einfach so geglaubt hat, die Kritik liegt darin, <strong>dass sie geglaubt hat, was ihr mehr willkommen war zu glauben.</strong></p>



<p>Sie wählt am Anfang der Geschichte den leichteren Weg. Sie will schlecht von jemandem denken und das tut sie dann auch. Eine Lektion, die wir uns alle hinter die Ohren tätowieren sollten.<br>Als sie dann darauf aufmerksam gemacht wird und zwar auch noch von Mr. Darcy, jener Person, die sie zu dem Zeitpunkt tief verachtet, hat Elizabeth die Größe zu erkennen, welchen Fehler sie begangen hat und verändert durch diesen bitteren Blick in den Spiegel ihr Verhalten.</p>



<p><strong>DAS</strong> ist Pride and Prejudice. <strong>DAS</strong> ist die Lektion aus all dem irren und verrückten Gewusel an Charakteren in dieser Geschichte. Elizabeth Bennet steigt in der ersten Hälfte des Buches in den falschen Zug, kiegt in der Mitte des Buches eine Gnackwatsch’n, dass ihr der Schädel wackelt, woraufhin sie den Zug wechselt und ihr Leben in eine andere Richtung fährt. <strong>Deswegen wird sie gerne eine der komplexesten Figuren der Literatur genannt.</strong> Deswegen ist das Buch nicht nur eine Liebesgeschichte. Die grandiose Leistung des Buches ist es wohl, eine derartige Wesensveränderung/einsicht in eine unterhaltsame Liebesgeschichte voller schrulliger Familienmitglieder zu verpacken. Als Leserin ist man unterhalten und das obwohl mein einiges zu verdauen bekommt. Elizas Erkenntnis ist die Erkenntnis der Leserin.<br>Ihr Gegenüber steht Fitzwilliam Darcy. Jene Figur, die es der Männerwelt bis heute schwer macht, ein wunderbarer Mann zu sein. (<em>Darcy ist einfach wunderbar!</em>) Genauso wie Elizabeth muss auch Mr. Darcy mehr oder weniger im selben Moment wie sie erkennen, dass er sich geirrt hat und dass sein Verhalten messbaren Schaden verursacht hat. Auch er besitzt die Größe seine Fehler einzugestehen und auch er verändert sein Verhalten.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Wir alle sind Elisabeth Bennet!</p></blockquote>



<p><strong>Deswegen ist, wenn man es richtig erzählt, Pride &amp; Prejudice eben keine banale Geschichte.</strong> Und deswegen muss man, wenn man sich einer Verfilmung nähert, aufpassen, dass man vor lauter Pomptrallalala nicht übersieht, was Jane Austen einem da eigentlich mitgegeben hat.<br>Weiters beinhaltet das Buch mehrere Erzählstränge. Es gibt die „Hauptgeschichte“ und mehrere Nebengeschichten. Jane Austen hat sich die Mühe gemacht ein großes Bild zu malen, sie hat das Leben einer junger Frau aus einigermaßen guten Verhältnissen gezeichnet ..und zwar ihr <strong>gesamtes </strong>Leben. Und jede dieser Geschichten webt sich in die Entscheidungen von Elizabeth hinein, jede dieser Geschichten ist relevant.<br>Es ist meines Erachtens kein Wunder, dass dieses Buch nicht häufiger verfilmt wurde. Diese komplexe Geschichte ist mit Sicherheit eine enorme Herausforderung, will man sie in 90 &#8211; 120 Minuten quetschen.</p>



<p>Ich erzähle das hier so ausführlich, weil ihr nämlich sonst womöglich nicht versteht, warum ich über die Verfilmungen urteile, wie ich eben urteile.<br>Dieses Buch ist ein wirklich gelungenes Kunstwerk. Eine großartig erzählte Geschichte und zu allem Überdruß kennen und lieben es viele Menschen. Wer sich an Pride and Prejudice wagt, begiebt sich auf ein glattes Parkett.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolz und Vorurteil</h3>



<h4 class="wp-block-heading">1940 &#8211; Greer Garson, Laurence Olivier</h4>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="389" height="588" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/06/Bildschirmfoto-2022-06-14-um-10.55.47.png" alt="" class="wp-image-8208"/></figure>
</div>


<p>Dies ist die älteste mir bekannte Verfilmung. Der Film stammt aus den 40ern des vorigen Jahrhunderts und ist im Original schwarzweiß. Die Stärke des Films liegt wohl eindeutig im Casting. Die Schauspieler sind gut. Greer Garson ist zwar viel zu alt um als 20-jährig durchzugehen, aber sie ist charmant, witzig und schlagfertig. Ganz Eliza Bennett. Laurence Olivier ist sehr Darcy, wenngleich wohl doch ein wenig schwächelnd. Sehr gentlemenlike, was der Figur entspricht. Wenn man ihm was vorwerfen will, dann dass er halt wohl einen Tick zu freundlich rüberkommt. Die Geschichte wird gedreht und gewendet, gekürzt und verändert und hat mit der großen Erzählung des Buches nicht mehr viel gemeinsam. Trotzdem kann man die Story wiedererkennen. Es ist eine eingekochte Version, in der die Farbe ein wenig raus ist. Empfehlen kann ich den Film nicht wirklich.<br>Dieser Film erzählt eine entzückende Liebesgeschichte, die Verwandelung der Charaktere spielt eine untergeordnete Rolle.</p>



<p>Die chronologisch nächste Verfilmung ist eigentlich kein Film sondern eine Serie.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Pride &amp; Prejudice</h3>



<h4 class="wp-block-heading">1995 &#8211; Jennifer Ehle, Colin Firth</h4>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="497" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/06/Bildschirmfoto-2022-06-14-um-10.58.53.png" alt="" class="wp-image-8210"/></figure>
</div>


<p>Womit ich heute ausnahmsweise von meinem Filme-und-nicht-Serien-Credo abweiche, aber in diesem Fall ist die Serie in mehrerlei Hinsicht relevant.&nbsp; Die BBC hatte sich Pride and Prejudice vorgenommen und sich wie üblich dabei sehr genau ans Buch gehalten. In der Ausstattung oder der Kamera wäre zwar noch Raum für Verbesserung, aber abgesehen davon ist die Qualität der Serie eins A.<br>Die beiden Hauptdarsteller sind Weltklasse und liefern vollinhaltlich ab. Soll heißen &#8211; diese Serie .. <strong>das ist Pride &amp; Prejudice.</strong> Daran muss sich alles andere messen. Und die Vorgabe ist gewaltig.</p>



<p><em>Ich meine zwar, dass es auch, wie bei Emma, möglich wäre die Story zu kürzen, zu peppen und daraus einen Film zu machen ohne dabei die Essenz zu verlieren, aber … einfach ist es sicher nicht. Im Falle von „Emma“ ist es geglückt. Aber das lag schon zu einem großen Teil an der Regisseurin (Autumn de Wilde), die ein Jane Austen Nerd ist und die sich in die Story mit britischem Humor hineingefressen hat.<br>Für mich ist das auch der einzige bisher aufgezeigte und gangbare Weg für die Jane Austen Romane, denn die Version mit Keira Knightley, die ich hier erwähnen muss, ist eine Fehlproduktion auf ganzer Länge.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Pride &amp; Prejudice</h3>



<h4 class="wp-block-heading">2005 &#8211; Keira Knightley, Matthew MacFadyen</h4>



<p><em>Als Joe Wright sich bereit erklärte den Regieposten für Pride &amp; Prejudice zu übernehmen, hatte er das Buch noch nie gelesen.&nbsp; &#8211; Pause &#8211; Das ist ein wenig als gebe man jemanden die Regie für den „Herr der Ringe“ ohne es je gelesen zu haben. Es erscheint mir grundsätzlich leichtsinnig, wenn man im Hinterkopf hat wieviele Menschen dieses Buch auf ihrer „Best ever“-Liste haben, wieviele leidenschaftliche Fans es da gibt. Grundsätzlich sollte man niemals ein derart geliebtes Buch von jemandem anderen verfilmen lassen, als von einem Freak. Auswendig muss sie es können. So wie Peter Jackson den Herr der Ringe liebt oder Denis Villeneuve „Dune“. Jahrzehntelang waren diese Herren mit ihren Projekten schwanger und sie haben es fanatisch so umgesetzt, wie es ihr FanFreakGeek-Herz für richtig erachtete … und was dann rauskommt weist logischerweise eine völlig andere Qualität auf, als wenn ich einem, zugegeben gutem, Regisseur sag: „Mach mal!“</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="416" height="588" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/06/Bildschirmfoto-2022-06-14-um-11.04.34.png" alt="" class="wp-image-8215"/></figure>
</div>


<p>Es ist mir nicht möglich den Film als Pride &amp; Prejudice zu betrachten. Joe Wright hat die Story in eine andere Epoche gelegt, weil ihm die <strong>Empirekleider</strong> nicht gefallen, die eigentlich zur Geschichte gehören. Er hat, so kommt es bei mir an, versucht das Ganze in eine Art wild-romantische Geschichte mit einer Andeutung von echter Leidenschaft zu verwandeln. Immerzu Sonnenauf- oder Untergang. Er hat versucht eine Brontë-Story drauszumachen, finde ich. Wind im Haar, Eliza alleine am Kliff stehend, wildes, freiheitsliebendes Mädchen sucht ihren Platz in der Welt oder so. Als ob Elisabeth Bennet nicht genau wüßte wo sie hingehört. Pahhh!<br>Wäre der Filme eine Deutsch-Schularbeit, dann wäre er eine Themaverfehlung. Ob er als Film frei von Jane Austen funktioniert, kann ich nicht sagen, mich stößt er zu sehr ab. Mister Darcy ist ja kurz vor’m Heulen in manchen Szenen, sein dauernder Dackelblick macht mich irr und obwohl Keira Knightley es sicher drauf hätte, ist sie für mich keine Elisabeth Bennet. Keine Chance. Sitzen. Fünf.</p>



<p class="has-text-align-center">Womit ich zu der Konklusio komme, dass es von Pride &amp; Prejudice bisher keinen guten Film gibt. Er wurde noch nicht gedreht. Sie haben es versucht, aber, so mein mamimade-Kommentar, halt noch nicht wirklich.<br>Es braucht &#8211; ähnlich wie bei Emma &#8211; eine mutige Fanfrau, die sich mit Herz und dem nötigen Budget an dieses Projekt wagt. Und da die Filmemacher jetzt wohl meinen, mit der Keira Knightley Verfilmung ihr Ding abgeliefert zu haben, wird es wohl noch ein Weilchen dauern, bis jene Person, die den Film als kreatives, schlagfertiges (oh, so Eliza) Projekt in sich trägt, ihn Realität werden lassen kann.</p>



<p class="has-text-align-center">Schade zwar, &#8230;. aber bis dahin schaut frau halt die Serie!</p>


<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/filmvergleich-stolz-vorurteil/">Filmvergleich zum Buch &ndash; &lt;b&gt;PRIDE&lt;/b&gt; &amp; &lt;b&gt;PREJUDICE&lt;/b&gt; &lt;i&gt;(Stolz &amp; Vorurteil)&lt;/i&gt;<br />
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		<title>Filmvergleich zum Buch &#8211; EMMA
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Feb 2022 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[movieTIME]]></category>
		<category><![CDATA[Jane Austen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Mehrfach wollte ich über ein Jane Austen Buch oder eine Verfilmung schreiben. Nur um dann zurückzuschrecken davor, dass [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #666666;"> </span><span style="color: #666666;">Mehrfach wollte ich über ein Jane Austen Buch oder eine Verfilmung schreiben. Nur um dann zurückzuschrecken davor, dass ihr womöglich einen derartigen Berg an Fangetue nicht verkraften würdet.</span></p>
<p>Und nach Jahren des Vielleicht-besser-nicht, ist es jetzt soweit. Ich werde euch ein Buch oder genauer die dazugehörigen Verfilmungen vorstellen. Und zwar alles nur ganz oberflächlich. Zumindest werde ich mich bemühen nicht völlig durchgeknallt in Verzückung zu geraten und bei euch kreisendes Vogelgezwitscher über dem Leserinnen-Kopf auszulösen.<br />
Sowas macht man halt nicht.</p>
<p>Also hier und heute für euch.<br />
Die softe Fanversion mit Themeninhalt</p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ffa400;">&#8222;Emma&#8220;.</span></h2>
<p>„Emma“ ist Jane Austens vierter Roman. Eine eher banale Lovestory gebettet in einen Haufen aberwitziger Charaktere. Das ist nämlich Jane Austen’s Stärke. Sie zeichnet alltägliche Charaktere mit Worten. Und zwar so präzise, dass man sie liebt oder hasst, oder die Augen verdreht, wenn die Person die Szenerie betritt. Beginnend bei Emma selber, über ihren Vater, Miss Bates, Mister Elton .. ach allesamt sind sie völlig irr und dabei doch unfassbar normal. Okay, manche haben schon einen soliden Knall, aber nie ist jemand gefährlich, bedrohlich oder so. Sie tun zwar nicht immer gute Sachen, aber sämtliche Untaten bei Jane Austen werden mit Worten begangen.<br />
Gerade in „Emma“.<br />
Persönlich war &#8222;Emma&#8220;  jahrelang kein Favorit. Es ist fantastisch geschrieben, ja, schon, aber für mich liegt es an Emma selber. Emma ist wohl das, was frau getrost eine reiche Bitch nennen kann. Verwöhnt, besserwisserisch, Nase hoch. Sie sieht gut aus und hat eigentlich nie auch nur irgendwelche Probleme in ihrem Leben. Sie verursacht aber welche. Zumindest solange bis ein reicher, verwöhnter Mann daherkommt, der sich dann, ja, mit ihr spielt. Emma zu mögen, fiel mir immer schwer. Nein, ich mochte sie nie.</p>
<p>Die Geschichte selber wurde mehrfach verfilmt. Nicht immer heißt sie „Emma“. Ich bleibe für heute aber bei den klassischen Verfilmungen des Buches.</p>
<p>Noch eines vorab:</p>
<h4 style="margin-left: 40px; text-align: left;">Die BBC und Jane Austen</h4>
<p>Im englischen Sprachraum und natürlich ganz besonders in Großbritannien sitzt Jane Austen beinahe schon mit William Shakespeare auf dem Literatur-Thron. Soll heißen Jane ist sowas wie Schiller oder Goethe oder Raimund oder Nestroy, wenn wir’s österreichisch bevorzugen. Jane Austen hat jeder Brite und vor allem jede Britin gelesen. Und natürlich hat die BBC die Bücher verfilmt. Und weil es die BBC ist, sind das dann keine Filme sondern Serien. Die Bücher sind nämlich keine 200 Seiter und viele Sätze und Dialoge sind legendär (Oh, haltet mich fest!) und wer was von sich hält, gibt Jane Austen natürlich so naturnah wie möglich wieder. Ihre Worte, ihre Dialoge möglichst komplett und ohne Zeitnotzensur. Ergo Serie.<br />
Es gibt sie alle von „Mansfield Park“ bis zur ikonischen „Pride and Prejudice“ Verfilmung. Alle da.</p>
<p>Filme dagegen haben diese Zeit nicht und müssen notgedrungen kürzen. Auch bei Emma. Aber die Kernstory, die Storyline, bleibt doch meist gut erhalten. Miss Bates redet dann halt um 80% weniger als im Original, aber … das schadet nicht unbedingt  *schmunzel.</p>
<p><a style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/02/filmvergleich-zum-buch-emma-837033134.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-249" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/02/filmvergleich-zum-buch-emma-837033134.jpeg" width="320" height="80" /></a></p>
<h3 style="text-align: left;">Emma (1996 &#8211; Gwyneth Paltrow)</h3>
<p>1996 spielte Gwyneth Paltrow die Titelrolle. Der Film erhielt einen Oskar für seine Musik. Die Qualität des Filmes liegt im Bild, sprich in der Kamera. Man huldigt der dargestellten Zeit in malerischen Szene-Arrangements. Wunderschön anzuschauen, dazu wird die Geschichte mit einem Schmunzeln erzählt, ein Schmunzeln oft im Bild dargestellt. Weiters überzeugt mich die deutsche Übersetzung. Es wirkt vielleicht ein wenig geschwollen, aber das verträgt der Film und es passt auch zu den Bildern. Die Geschichte wird ziemlich originalgetreu wiedergegeben. Keine krassen Änderungen ums ein bissi fetziger zu machen.</p>
<p>Emma selber ist im Film ein geradezu entzückende Tussi. Ein bissi zu freundlich, ein bissi zu unschuldig, aber nicht völlig. Schon etwas abgehoben.</p>
<p>Der Rest der Crew ist der grandios verschrobene Haufen, der er zu sein hat. Fabelhaft.</p>
<p>Wenn ich es zusammenfassen müsste, dann würde ich sagen, diese Verfilmung ist die klassische &#8222;Hollywood-Version&#8220; des Buches.</p>
<p>Und als solche ist sie sehr gelungen.</p>
<p>Der Trailer finde ich allerdings schlecht. Aber man kann den Film ein bissi erahnen &#8230;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/Jz_P43jHN6w" consent-required="14090" consent-by="services" consent-id="14091" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/Jz_P43jHN6w?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;6d11c9fd7bd9b25972be99c187941830&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;78c0e3c3e67ca8a06ddc3d85c6aa0e1a&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/mamimade.net\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/6d11c9fd7bd9b25972be99c187941830-78c0e3c3e67ca8a06ddc3d85c6aa0e1a.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Emma (1996) Official Trailer - Gwyneth Paltrow, Ewan McGregor Movie HD&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.25}"></iframe></p>
<p>zu sehen bei: Amazon oder Youtube (beide male gegen Gebühr)</p>
<p><a style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/02/filmvergleich-zum-buch-emma-837033134.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-249" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/02/filmvergleich-zum-buch-emma-837033134.jpeg" width="320" height="80" /></a></p>
<h3>Emma (2020 &#8211; Anya Taylor-Joy)</h3>
<p>Die 2020 erschienene neue Verfilmung erzählt die Story in sehr ähnlichen Bildern aber mit sehr viel mehr Sarkasmus und Schmiss. Anfangs war mir das sogar zu viel. Aber mittlerweile bin ich überzeugt, dass Jane Austen diese Version ihres Buches wohl ganz gut fände. Emma ist hier eine solide Bitch. Schnippisch und hochnäsig. Und alle anderen sind eine Karikatur ihrer selbst. Die Dialoge sind herrlich überdreht gespielt. Alles einfach alles wird möglichst elegant durch den Kakao gezogen.  Diesselbe Story nur nicht in Richtung süß und iyllisch, mehr in Richtung absurd und skurril. Jane Austen&#8217;s Stil aber in Film anstatt in Worten.<br />
Also wohlgemerkt, dass ist immer noch ein klassischer Kostümfilm mit Liebesgeschichtenwirrwarr. Nur halt mit einer spürbaren Ladung britischer Verarsche. An einigen Stellen ist auch die Geschichte selber einen Hauch verändert. Das ist vor allem für eingefleischte Jane Austen &#8211; Fans nicht so einfach zu verkraften, aber ich denke, das geht in Ordnung so.</p>
<p><span style="color: #999999;">Anmerkung: Jane Austen hat in Szenen, die ein wenig intim werden könnten, nie geschrieben was passiert. In keinem ihrer Bücher wird geküsst oder Händchen gehalten. Das ging damals nicht. Auch die Antworten auf Heiratsanträge sind nicht zu lesen. Das steht dann sowas wie &#8222;Sie antwortete, wie es sich für eine Dame gehörte&#8220;. Ergo bleibt einem Film ja gar nichts anderes übrig, als zu improvisieren.</span></p>
<p>Wenn man allerdings das Buch nicht kennt und meint, man bekäme sowas wie den oben genannten Film zu sehen, dann besteht doch ein Potential zur Befremdung. Dieser Film ist kitschig und dabei schräg.</p>
<p>Nur so als liebevolle Mini-Warnung. Gut möglich, dass ihr das nicht braucht, aber für den Fall &#8230;</p>
<p>Ich hab&#8216; mir den Film letzte Woche wieder genussvoll gegeben. Schön war&#8217;s!</p>
<p>Ich merke an dieser Stelle an, dass ich diesen Film bisher nur auf englisch geschaut habe.</p>
<p>Der Trailer zu diesem Film ist PERFEKT! So muß Trailer. Verrät nicht viel, aber bringt rüber, was einen erwartet. 100 Punkte für den Trailer!</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/trXSnRZtWFc" consent-required="14090" consent-by="services" consent-id="14091" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/trXSnRZtWFc?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;155caf5af900da4fd574bf6713bc5da3&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;f5796635b631b69d55f245f4723028c4&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/mamimade.net\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/155caf5af900da4fd574bf6713bc5da3-f5796635b631b69d55f245f4723028c4.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;EMMA Trailer German Deutsch (2020)&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.25}"></iframe></p>
<p>zu sehen bei: Amazon (inkludiert), gegen Gebühr bei Sky, Rakuten, maxdome und youtube</p>
<p>So.</p>
<p>Jetzt geht&#8217;s mir besser.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/02/filmvergleich-zum-buch-emma-1290800228.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-251" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2022/02/filmvergleich-zum-buch-emma-1290800228.png" width="122" height="49" /></a></p>
<p>Letzte Anmerkung: dies hier ist eine Filmbesprechung. Wenn ihr das Buch lesen wollt und im Englischen sattelfest seid, dann lest das Buch im Original. Die beste deutsche Übersetzung muss ich euch erst raussuchen. Die habe ich noch nicht parat. Falls das wer braucht, meldet euch.</p>
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		<title>Pride and Prejudice &#8211; Stolz und Vorurteil &#8211; eine Einf&#252;hrung
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Mar 2019 06:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Jane Austen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun, da ihr ganz allgemeinhin vorgewarnt seid, ob meiner P&#38;P Vorliebe, nun, traue ich mich, in Etappen mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nun, da ihr ganz allgemeinhin vorgewarnt seid, ob meiner P&amp;P Vorliebe, nun, traue ich mich, in Etappen mit euch meine Liebe und mein Wissen über dieses Buch zu teilen.</p>



<p>Okay. Vorab das Basiswissen. Geschrieben hat das Buch <strong>Jane Austen</strong>. Sie hat Ende des 18. Jahrhunderts gelebt.  Im englischen Sprachraum ist sie für ihre 6 Romane bekannt. Keines der Bücher ist unter ihrem Namen erschienen. Weibliche Autoren waren damals nicht üblich. Ihre Bücher waren erstaunlich erfolgreich und wurden viel gelesen und sie gar nicht so schlecht damit verdient. Allerdings ist sie bereits 6 Jahre nach ihrer ersten Veröffentlichung gestorben. Seufz!</p>



<p>Hier ihre 6 Romane in chronoglischer Reihenfolge (Veröffentlichung)</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sense and Sensibility</li>



<li>Pride and Prejudice</li>



<li>Mansfield Park</li>



<li>Emma</li>



<li>Northanger Abbey und</li>



<li>Persuasion &#8211; erschienen gemeinsam posthum</li>
</ul>



<p>Wie bereits erwähnt ist Jane Austen vor allem in Großbritannien ein Klassiker. Schullektüren &#8211; Status. Bei uns ist sie ja erst mit den Verfilmungen wirklich bekannt geworden.</p>



<p>Jane Austen hat einen atemberaubenden Schreibstil. Ihr Englisch ist locker, leicht, elegant, simpel und kunstvoll. Dabei hatte sie wohl ein scharfes Auge für die gesellschaftlichen HickHacks im Alltag des endenden 18 Jahrhunderts.</p>



<p><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/03/256px-JaneAustenSilhouette.svg_.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="256" height="405" class="wp-image-2562" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/03/256px-JaneAustenSilhouette.svg_.png"></a>Jane Austen war also eine Beobachterin der Sonderklasse mit einer Gabe das Gesehene unterhaltsam niederzuschreiben. Sie schildert das Leben der damaligen Zeit mit einem freundlichen Augenzwinkern und deckt gerne auch die dunklen Seiten im Charakter ihrer Protagonisten auf.</p>



<p>In beinahe jedem Buch gibt es zumindest eine Person, die eine unfassbare Krätz’n ist. Eine Plage. Pompös und ein Arsch dazu. Mal männlich, mal weiblich. Die Nackenhaare stellen sich einem auf, wenn diese Person die Seite betritt.</p>



<p>Ihre Hauptfiguren sind stets weiblich und die Geschichten mögen von außen betrachtet banal wirken. Sie sind es aber nicht. In keinem ihrer Bücher. Das ist das Wunderbare.</p>



<p>Es liest sich leicht, liest sich amüsant, hat aber Inhalt. Der Mozart in der Literatur quasi. Klingt flockig süß, ist kompositorisch aber ein Meisterwerk. Das ist Jane Austen.</p>



<p>Versteht mich nicht falsch. Man kann einen Jane Austen Roman auch als nette Liebesgeschiche verdauen. Oberflächlich betrachtet sind die Geschichte eben nett, freundlich, weiblich. Sie haben alles für die klassische Urlaubslektüre. Auch so darf man das durchleben. Kein Problem.</p>



<p>Hier und heute will ich euch &#8222;mein&#8220; Buch vorstellen:</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Pride &amp; Prejudice</strong> bzw. <strong>Stolz und Vorurteil</strong></h2>



<p>ist eine entzückende Liebesgeschichte, bei der frau zweifelsfrei das eine oder andere mal Herzklopfen bekommt. Genuß auf süß!</p>



<p>Wenn euer Englisch gut genug ist, dann lege ich euch vehement das Original ans Herz. Shakespeare liest man auch auf Englisch. Jane&#8217;s Englisch ist diesselbe Liga. Kein Scherz.</p>



<p>Wenn ihr es in Deutsch lesen wollt, dann mahne ich zur Vorsicht. Die meisten Übersetzungen geben sich viel Mühe die wunderbare Sprache irgendwie „rüberzuretten“. Das Ergebnis kann sich dann verstörend lesen und einen dazu bringen, das Buch irgendwann doch liegen zu lassen. Altes Englisch übersetzt ist einfach mit dem Alltagsdeutsch von heute nur sehr bedingt kompatibel.</p>



<p>Ich habe viele verschiedene Übersetzungen daheim und da ich die englische Version beinahe auswendig kann (dazu ein andermal) übersetze ich im Kopf immer mit und kontrolliere ungewollt. Manchmal meine ich zu verstehen, was die Übersetzerin versucht sprachlich zu erwirken und dann .. ruiniert es doch das deutsche Leseerlebnis.</p>



<p>Es ist nicht leicht.</p>



<p>Die beste Version und die einzige Deutsche, die ich mittlerweile 2mal komplett gelesen habe und ehrlich empfehlen kann, ist die folgende:</p>



<h4 class="wp-block-heading"><span style="color: #666666;"><strong>Jane Austen</strong></span><br><span style="color: #666666;"><strong>Stolz und Vorurteil</strong></span></h4>



<p><span style="color: #666666;">inseltaschenbuch</span><br><span style="color: #666666;">Aus dem Englischen</span> <span style="color: #666666;">Margarete Rauchenberger</span><br><span style="color: #666666;">Vollständig neu überarbeitet von</span> <span style="color: #666666;">Ursula Gräfe</span></p>



<p><span style="color: #666666;">ISBN:978-3-458-36267-8</span>  (<span style="color: #666666;">Bild oben</span>)</p>



<p>Die könnt ihr euch zulegen. Die könnt ihr lesen. Genießt es!</p>



<p>Mehr vielleicht demnächst.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/03/Signature-2.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="122" height="49" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/03/Signature-2.png" alt="" class="wp-image-2563"/></a></figure>



<p></p>
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