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	<title>Paartherapie Archive - mamimade</title>
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	<description>vernäht und zugetextet</description>
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	<title>Paartherapie Archive - mamimade</title>
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		<title>YOGAMATTENSPRAY
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2022 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Paartherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Mein Mann und ich wir sind Gegensätze. Ich bin schwarz, er weiß. Ich bin schrill, er ist still. Ich mag die orangene Hälfte vom Twinni, er die grüne. Ich esse das Brüsterl, er das Haxerl. Ich spreche, er hört nicht zu. Wenn er was sagt, verstehe ich was anderes.<br />Kurz: Wir sind ein DreamTeam.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Es ist anstrengend in einem DreamTeam, aber es lohnt sich. Ich lerne Dinge, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Und wie es scheint geht es ihm genauso. Ich wüsste schlicht überhaupt nichts über „Clash of Clans“ oder über diese eine, vermalledeite Briefmarke, mit der ich meinen Haushalt tausendfach teilen muss.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Mann und ich wir sind Gegensätze. Ich bin schwarz, er weiß. Ich bin schrill, er ist still. Ich mag die orangene Hälfte vom Twinni, er die grüne. Ich esse das Brüsterl, er das Haxerl. Ich spreche, er hört nicht zu. Wenn er was sagt, verstehe ich was anderes.<br>Kurz: Wir sind ein DreamTeam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist anstrengend in einem DreamTeam, aber es lohnt sich. Ich lerne Dinge, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Und wie es scheint geht es ihm genauso. Ich wüsste schlicht überhaupt nichts über „Clash of Clans“ oder über diese eine, vermalledeite Briefmarke, mit der ich meinen Haushalt tausendfach teilen muss. (Ja genau. Mein Mann sammelt EINE Briefmarke .. nicht BriefmarkEN! Unterschied.). Ich wüßte nicht, welche Probleme es mit sich bringt, wenn man oben am Kopf keine Haare mehr hat, dafür aber am Rücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Mann sieht die Welt durch derart andere Augen, dass ich mich ehrlich wundere, wie wir es bis hierher geschafft haben. Ich spreche Deutsch, er Gobbeldiguug. Und da fehlt mir einfach die Schulung dafür. Und bitte, ich bin jemand, der mit Menschen gut kann, weil ich Menschen an sich verstehe. Ich bin gut mit Menschen. Aus irgendeinem verdrehten Grund oder eben genau deswegen, bin ich mit dem einen Menschen zusammen, den ich NICHT durchschaue. Nein, nicht mein Mann. Der passt in kein Schema, der findet immer etwas völlig Irres, was ihm einfällt. Also irr aus meiner Perspektive. Für ihn logisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das klingt in etwa so (Anmerkung: meine Perspektive):<br>Ich: Weißt du wo mein Schlüssel ist?<br>Er: Mit Ketchup bitte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nein, mein Mann hört gut. Er versteht nur nicht was ich sage. Oder eben, soweit bin ich mittlerweile, ich verstehe seine Antwort nicht. Es tut nichts weiter zur Sache. Es ist, wie es ist.<br>Das Verwunderliche daran ist ja, dass es eigentlich richtig gut funktioniert. Ich kann mir da keinen Reim drauf machen. Wir sind einfach. Und es ist gut so.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Frau fällt mir das manchmal schwer. Das Akzeptieren, dass es etwas gibt, das ich nicht verstehe, das aber an sich ganz okay so ist. Ich für meinen Teil muss Dinge begreifen. Ob das was mit Kontrolle zu tun hat? Womöglich. Eigentlich egal. Das Leben ist kurz und mit einem Ende versehen. Ich sollte die guten Zeiten einfach genießen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so kommt es, dass ich gerade erleben durfte, wie mein Mann einen wesenserweiternden Moment zum Thema „meine Frau“ hatte.</p>



<p class="has-text-align-left is-style-two-columns wp-block-paragraph"><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-sm-dark-tertiary-color">Kurze Intro. Wir haben einen neuen kleinen Teppich. Kelim. Und der riecht noch ziemlich stark nach Wachs und Wolle. Meine Familie riecht es nicht (ehrlich, wie kann man das nicht riechen!). Aber ich. Ich leide. Und so habe ich in meiner Verzweiflung den Teppich mit einem Lavendelspray eingesprüht. Ich meine; einen Versuch war es wert. Dieser Spray, das müsst ihr wissen, kommt in dem ident aussehenden Flascherl daher, wie unsere Hände-Desinfektions-Sprays, die ich immer in der Tasche haben. Eh klar also, dass mein Mann dachte, der Lavendelspray sei .. ja genau .. ein Desinfektions-Spray. Wie ich ihm die Sache also erkläre; sage ich: „Yogamattenspray.“ Das steht nämlich auf dem Flascherl drauf. Das ist wofür der Hersteller es gedacht hat. Damit die Möchtegern-Bobo-Tante aus dem vierten Bezirk ihre angeschwitzte Yogamatte zwischendurch mal mit etwas Lavendel besprühen kann. Lavendel Spray wäre marketingtechnisch viel zu banal. Yogamattenspray ist hip.</mark></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf jeden Fall erkläre ich meinem Mann, dass ich damit den Teppich .. ehschonwissen. Er hört zu .. und glaubt mir offensichtlich irgendwie kein Wort. Kann sich aber keinen Reim drauf machen. Leicht verdutzt quasi, der Gute. Bis er es liest. „Yogamattenspray“ steht auf der Flasche. Ich höre es ihn laut vorlesen und ich höre um die Ecke wie er denkt und dann sagt:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es gibt offensichtlich einen Markt für sowas!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sind die Dinge, die ich meinem Mann mitgebe.</p>
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		<title>Beziehung im Lockdown
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2020 05:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Coronahome]]></category>
		<category><![CDATA[Paartherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Welche eine Belastung so ein Lockdown für eine Beziehung sein kann, kam mir erst in Woche 5 in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2020/05/justthe2ofus.jpeg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="1064" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2020/05/justthe2ofus.jpeg" class="wp-image-1614" /></a></p>
<p>Welche eine Belastung so ein Lockdown für eine Beziehung sein kann, kam mir erst in Woche 5 in den Kopf. Zu einem Zeitpunkt an dem eigentlich klar war, dass wir, also mein Mann und ich, als Beziehung diesen Test längst bestanden hatten.</p>
<p>Das überrascht mich irgendwie. Ich habe einen netten Mann. Einen Guten. Aber er ist eben ein Mann und dahingehend mir als Frau in manchen Ecken seines Charakters mehr als wesensfremd. Er ist wesenskonträr. Eigentlich inkompatibel. Zumindest hatte ich das erwartet.</p>
<p>Also im Nachhinein. Im Vorhinein hatte ich da eben nicht drüber nachgedacht.</p>
<p>Ich tendiere dazu die Beziehung zwischen mir und dem Holden ein wenig zu verkopfen. Warum dem so ist, kann ich nicht ausreichend erläutern. Ich denke nur immerzu, dass mit ihm etwas ganz Grundlegendes nicht stimmt und dass ich draufkommen muss was das ist und wieso.</p>
<p>Vermutlich ist das was Weibliches. Oder was kulturell Anerzogenes. Etwas, das uns Frauen über Generationen angedichtet wird, weil das unserem Rollenbild entspricht. Für einige Frauen passt das dann, das besagt schon allein die Statistik. Für andere weniger.</p>
<p>Ich bin irgendwo in der Mitte. Manchmal verstehe ich meinen Mann. Also zumindest glaub’ ich das dann. Und manchmal verstehe ich ihn gar nicht. Aber sowas von gar nicht. Irre. Das liegt natürlich nicht an mir. Das liegt an ihm. Eh klar.</p>
<p>Im Zuge dieses Lockdowns waren wir aber anders als sonst gefordert. Ich hatte keine Zeit ihn zu analysieren. Home Office meets Home Schooling meets Haushalting. Bingo. Sonst noch Fragen?</p>
<p>Mein Mann war einfach nur da, hat brav mitgemacht und irgendwann realisiert, dass ich die Kinder super schupfen kann. (Ich erspare mir hier sarkastische Zusatzkommentare. Ihr denkt sie euch einfach.)</p>
<p>Ich war beschäftigt damit über Wasser zu bleiben, mein Mann war Assistent A. Solange bis ich als Chef total k.o. am Boden lag und wir Rollen tauschen mussten. Er Chef, ich Assistent. Solange bis ich wieder fit war.</p>
<p>Ansonsten haben wir die Rollen mehr als konservativ verteilt. Er verdient Geld, ich putze. Klingt hart, ist aber so.</p>
<p>Und das alles funktioniert obwohl ich sowohl was die Lebensenergie als auch die laute Kreativität angeht die absolute Numero Uno bin. Mein Mann ist mehr von der ruhigen Sorte. Nicht gemächlich, nicht langsam, nicht fad. Nur ruhig. Im Gegensatz zu laut. Er ist nicht laut.</p>
<p>Laut. Das bin ich.</p>
<p>Und all diese Unterschiede und oh, ich könnte euch noch hunderte aufzählen (wie erwähnt, ich verkopfe das seit Jahren), die würden eigentlich darauf schließen lassen, das wir so einen Lockdown mit einem Meltdown kombinieren würden.</p>
<p>Tun wir überraschenderweise aber nicht.</p>
<p>Ich habe keine Ahnung wieso.</p>
<p>Ich muss da mal drüber nachdenken. Sobald ich Zeit habe.</p>
<p><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2020/05/Signature-10.png" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" width="122" height="49" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2020/05/Signature-10.png" class="wp-image-1615" /></a></p>
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		<title>Fahr doch mal wieder mit der Bahn oder Europa ist gr&#246;&#223;er als 2 Stunden
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2019 06:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Paartherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war im Jahr 2010. Mein Mann und ich waren nach langen Kleinkindjahren auf einem Pärchentrip in London. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/12/London3.jpeg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" width="827" height="800" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/12/London3.jpeg" class="wp-image-1945" /></a></p>
<p>Es war im Jahr 2010. Mein Mann und ich waren nach langen Kleinkindjahren auf einem Pärchentrip in London. Wir hatten da eine Verbindung zu dieser Stadt. Mein Mann ist halber Brite und ich hatte ein Auslandssemester in London verbracht. Himmel, das waren Zeiten.</p>
<p>Also wir auf das obligate lange Wochenende in London. Reinschauen, wie es der Stadt denn geht. Den Gasserln, die wir kannten. Ein bißchen Weltstadtluftschnuppern.</p>
<p>Wir flanieren also durch unser WiedersehenLondon und bemerken dabei gar nicht, dass gar keine Flieger über der Stadt kreisen. Blauer Himmel. Keine Stahlvögel weit und breit.</p>
<p>Ja genau, wenn ihr schnell im Kombinieren seid, dann wißt ihr schon, was passiert war. In Island war ein Vulkan ausgebrochen und der Flugverkehr über Europa war zum Erliegen gekommen. Ejfallaköölüüü, oder wie er auch immer heißt, hatte uns kurzerhand auf der Insel stranden lassen. Und wir ahnten zu Beginn gar nichts davon. Als wir es dann doch hörten, versuchten wir es auf klassisch.</p>
<p>Die AUA war allerdings in keinster Weise erreichbar, nicht mal das Tonband sprang richtig an. Heathrow war kollabiert. Wir sind erst gar nicht hingefahren.</p>
<p><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/12/London2.jpeg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1221" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/12/London2.jpeg" class="wp-image-1946" /></a></p>
<p>Nein, wir fuhren gleich nach Dover. Weil OhmeinGottdieKinder-MamaPanik irgendwie, und weil Fähre in Dover.</p>
<p>Wir kamen dort an kurz bevor das Chaos dort eintraf, wir setzen über bevor die anderen kamen. ALLE anderen.</p>
<p>In Calais angekommen, nahmen wir einen Zug nach Brüssel und dort war dann spontan Schluß. Weil es war abends.</p>
<p>Man mag ja meinen, dass in Brüssel das Herz von Europa schlägt. Nun, wenn dem so ist, dann geht Europa (zumindest 2010) um 11. Uhr schlafen. Aus . Schluß . Basta. Da geht nix mehr. Kein Zug. Kein Bus.</p>
<p>Pause.</p>
<p>Und doch. Am Gepäckschalter saß ein Mann, Hände so groß wie Wagenräder, mit dem Wissen einer Europaschienenenzyklopädie. Dieser Mann buchte für die müden Gestrandeten aus ganz Europa Zugfahrten quer durch den Kontinent und das obwohl der ganze Bahnhof still stand, alle anderen Schalter geschlossen waren, das Licht auf Nacht gedimmt.</p>
<p>Zu einem Zeitpunkt an dem in Belgien schlief, buchten die Wagenräderhände Heimwege.</p>
<p>Auch für uns.</p>
<p>Es gab da nämlich noch so einen RegionalBummelZug, der fuhr nach &#8230; pfff. Irgendwo an die Grenze &nbsp;Belgien/ Deutschland. Abfahrt kurz vor Mitternacht.</p>
<p><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/12/London1.jpeg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1010" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/12/London1.jpeg" class="wp-image-1947" /></a></p>
<p>Der Zug bot die Möglichkeit bis an die Grenze nach Deutschland zu gelangen und von dort mit dem Taxi den kleinen Hopp zu machen nach, ich glaub&#8216; es war Aachen. Und in Aachen, da fahren die Züge wie es scheint dann auch nachts. Deutschland schläft durchwegs weniger als Belgien, das weiß ich seitdem und der WagenräderMann, der wusste das auch.</p>
<p>Also saßen wir ein Weilchen später mit ein paar Leuten aus Portugal und Polen im Taxi nach Aachen.</p>
<p>Von Aachen fuhren wir dann mit einem Zug nach, ich glaub es war Köln.</p>
<p>In Köln war was los. Schließlich war es Samstag Nacht und die Jugend war am Feiern.</p>
<p>Das Bild, das sich daraus ergab habe ich leider nicht fotografisch festgehalten. Ihr dürft es euch im Kopf ausmalen. Müde Betrunkene neben müden Trolleyschiebern. Eine Zweikomponentenmischung, die für eine Wochenendnacht eher untypisch ist.</p>
<p>Ein schräges Bild.</p>
<p>Gute Güte war ich müde.</p>
<p>Und in Köln setzten wir uns in einen Zug, der nach Wien fuhr. Mehr oder weniger direkt. Und von da an waren wir dann noch einmal 12 Stunden unterwegs.</p>
<p>Ja, genau.</p>
<p>So groß ist Europa wirklich.</p>
<p><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/12/London4.jpeg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"><img loading="lazy" decoding="async" width="959" height="800" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/12/London4.jpeg" class="wp-image-1948" /></a></p>
<p>Und in Zukunft werden wir das wohl alle wieder häufiger so erleben. Nicht wegen irgendwelcher Vulkane, nein schlicht weil es sich nicht wirklich dafür steht innerhalb unseres Kontinents herumzuhoppen per Flieger. Das oben erwähnte Wochenende hat nämlich einen unverhältnismäßigen CO2 &#8211; Abdruck.</p>
<p>Das soll jetzt nicht heißen, dass man es nicht machen <strong>kann</strong> und nie wieder fliegen <strong>darf</strong>. Es soll heißen, dass <strong>nicht jeder Trip diese Rechnung wert ist</strong>. Die Verhältnismäßigkeit rückt in den Mittelpunkt.</p>
<p>Und für einige von uns wird der Weg in eine Stadt wohl zum Teil des Urlaubs werden. Das Reisen wird mehr Raum einnehmen und womöglich, so erhofft sich das der Optimist, wird dadurch sogar noch etwas Streß rausgenommen.</p>
<p>Und ich muß sagen, wenn ich so lese, wie sich unsere Heimreise gestaltet hat,</p>
<p>wird es womöglich auch interessanter <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Was meint ihr?</p>
<p><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/12/Signature-4.png" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"><img loading="lazy" decoding="async" width="122" height="49" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2019/12/Signature-4.png" class="wp-image-1949" /></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/fahr-doch-mal-wieder-mit-der-bahn-oder/">Fahr doch mal wieder mit der Bahn oder Europa ist gr&ouml;&szlig;er als 2 Stunden<br />
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		<title>Paartherapie &#8211; Movielovers go Jury
</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2018 06:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Paartherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war einmal mein Leben. Ich hatte richtig viele Freunde, sang in einem Chor, ging auf Parties, regelmäßig [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal mein Leben. Ich hatte richtig viele Freunde, sang in einem Chor, ging auf Parties, regelmäßig ins Kino und wasweißichnochalles.</p>
<p>Man muß wissen, dass man all das, ich wiederhole ALL DAS, verlieren kann, wenn man ein Kind bekommt. Die Wahrscheinlichkeit für den kompletten Verlust des eigenen Lebens, steigt zudem mit der Anzahl der Kinder, die man in die Welt setzt.</p>
<p>Und wenn man das alles mit ein und demselben Mann durchlebt (das war bei mir nicht der Fall), dann ist vermutlich auch die Beziehung, die man ursprünglich mit ihm hatte, weg.</p>
<table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/12/banter-snaps-39061-unsplash.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/12/banter-snaps-39061-unsplash.jpg" class="wp-image-2855" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="tr-caption" style="text-align: center;"><span style="font-family: &quot;helveticaneue&quot;; font-size: 12px;">Photo by&nbsp;</span><a href="https://unsplash.com/photos/qFEqgc9X3fw?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" style="font-family: HelveticaNeue; font-size: 12px; text-align: start;">Banter Snaps</a><span style="font-family: &quot;helveticaneue&quot;; font-size: 12px;">&nbsp;on&nbsp;</span><a href="https://unsplash.com/search/photos/old-couple?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" style="font-family: HelveticaNeue; font-size: 12px; text-align: start;">Unsplash</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Das Leben tickt anders, wenn man plötzlich Mama und Papa ist und zwar <em>erbarmungslos</em> anders. Viele Beziehungen gehen deswegen zu Bruch (ich weiß das)</p>
<p>Und wenn man es durchsteht, dann besteht die Kunst darin neben Mama und Papa auch noch ein Paar zu bleiben. Mit Herzklopfen, Sex und allem.</p>
<p>Nachdem meine erste Ehe zu Bruch gegangen war, bin ich mit der Beziehung in der ich heute stecke besonders achtsam, wenn es um uns als Paar geht. Alle meine Sensoren fangen an zu leuchten und einen auf Großalarm zu machen, wenn ich auch nur die Chance auf einen potentiellen Beziehungstod am Horizont heraufdämmern sehe.</p>
<p>Anders ausgedrückt: ich bin mühsam.</p>
<table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/12/brett-meliti-799987-unsplash.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"><img loading="lazy" decoding="async" width="424" height="640" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/12/brett-meliti-799987-unsplash.jpg" class="wp-image-2856" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="tr-caption" style="text-align: center;"><span style="font-family: &quot;helveticaneue&quot;; font-size: 12px;">Photo by&nbsp;</span><a href="https://unsplash.com/photos/PiLF4d6HlaU?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" style="font-family: HelveticaNeue; font-size: 12px; text-align: start;">Brett Meliti</a><span style="font-family: &quot;helveticaneue&quot;; font-size: 12px;">&nbsp;on&nbsp;</span><a href="https://unsplash.com/search/photos/old-couple?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" style="font-family: HelveticaNeue; font-size: 12px; text-align: start;">Unsplash</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Vor allem für meinen Mann, der, for the lack of a better word, eben ein Mann ist. Dazu Mathematiker. Mein Mann nimmt viele Dinge, die ich sage <strong>wörtlich</strong> und ist schlicht unfähig den emotionalen Subkontext zu erkennen, geschweige denn zu lesen.</p>
<p>Ich habe Jahre gebraucht, bis ich das erkannte. Mir war nicht klar, dass man so „trocken“ leben kann.</p>
<p>Nun hat mein Mann aber eine Kollektion an Eigenschaften, die ich sehr schätze. Und so will ich bis heute mit ihm zusammen sein. Mal abgesehen davon, dass ich noch immer bis über beide Ohren in ihn verknallt bin und irgendwie ja eh gar nicht anders kann.</p>
<p>Deswegen habe ich stets Wert drauf gelegt, dass wir irgendwie Zeit für uns hatten. Abseits der Windeln. Abseits der Kinderarzttermine, den unterbrochenen Nächten, den Flascherln, dem Weinen, dem Kinderwagerlschieben, dem Kind in den Schlaf wiegen, dem Sachen nach Hause schleppen und der dauernden bleiernen Müdigkeit.</p>
<p>Babysitter jede Woche waren keine Option. Das wäre zu sehr ins Geld gegangen. Also war es notwendig etwas zu finden, dass wir gerne gemeinsam machen würden wollen .. und zwar zu Hause.</p>
<p>Wir haben Filme bewertet.</p>
<table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/12/chinh-le-duc-257463-unsplash.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/12/chinh-le-duc-257463-unsplash.jpg" class="wp-image-2857" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="tr-caption" style="text-align: center;"><span style="font-family: &quot;helveticaneue&quot;; font-size: 12px;">Photo by&nbsp;</span><a href="https://unsplash.com/photos/y4r00bweDi0?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" style="font-family: HelveticaNeue; font-size: 12px; text-align: start;">Chinh Le Duc</a><span style="font-family: &quot;helveticaneue&quot;; font-size: 12px;">&nbsp;on&nbsp;</span><a href="https://unsplash.com/search/photos/old-couple?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" style="font-family: HelveticaNeue; font-size: 12px; text-align: start;">Unsplash</a></td>
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</table>
<p>Wir mögen Filme. (Das könnte euch schon aufgefallen sein!). Wir waren früher oft im Kino. <strong>Oft</strong>. Im Original. Wir waren da Snobs. Das war wichtig. Punkt.</p>
<p>Und all das war vorbei. So schien es. Die Premieren kamen und gingen und wir waren so beschäftigt mit dem Überleben im Alltag, dass wir von den Filmen aus dieser Zeit erst <strong>Jahre später </strong>erfahren haben.  Ich meine .. wir hatten nicht mal von den Filmen <em>gehört</em>!! (man stelle sich das mal vor!)</p>
<p>Netflix gab es damals noch nicht. Also haben wir kurzerhand im Internet nach „den besten Filmen aller Zeiten“ gesucht. Die Top 100, wenn ihr so wollt. Und dann haben wir uns eine Auswahl davon angesehen. Die meisten kannte wir ja schon und das war gut so. Die Idee war nämlich die Filme zu bewerten. Dazu war es notwendig sich nicht allzusehr in den Film <em>hineinsaugen</em> zu lassen. Das ist bei einem guten Film, so man ihn gerade zum ersten mal sieht, aber schwer. Das saugt. Das soll ja so.</p>
<table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;">
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<td style="text-align: center;"><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/12/sabina-ciesielska-325335-unsplash.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"><img loading="lazy" decoding="async" width="424" height="640" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/12/sabina-ciesielska-325335-unsplash.jpg" class="wp-image-2858" /></a></td>
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<td class="tr-caption" style="text-align: center;"><span style="font-family: &quot;helveticaneue&quot;; font-size: 12px;">Photo by&nbsp;</span><a href="https://unsplash.com/photos/-2PrzYfgotw?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" style="font-family: HelveticaNeue; font-size: 12px; text-align: start;">Sabina Ciesielska</a><span style="font-family: &quot;helveticaneue&quot;; font-size: 12px;">&nbsp;on&nbsp;</span><a href="https://unsplash.com/search/photos/old-couple?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" style="font-family: HelveticaNeue; font-size: 12px; text-align: start;">Unsplash</a></td>
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</table>
<p>Also haben wir uns Filme angeschaut, die wir kannten. Häufig hatten wir sie vor langer Zeit schon mal gesehen. Wir starteten sobald die Kids im Bett waren und hatten die Möglichkeit jederzeit abzudrehen, so aus dem Kinderzimmer akuter Elternbedarf gemeldet wurde, oder aber die Eltern ihrerseits von Müdigkeit übermannt/fraut wurden.</p>
<p>Wir „spielten“ Jury. Und bewerteten in den Kategorien Kamera, Regie, schauspielerische Leistung und Drehbuch. War der Film vorbei, gaben wir Sterne (bis zu 5) und danach redeten wir über den Film. &nbsp;Warum hatten wir wie bewertet. War das Drehbuch gut? Hat uns die Kameraführung überrascht? Wie ist die Regiearbeit zu beurteilen? Und so weiter und so trallala.</p>
<p>Wir haben dabei oft richtig lang geplauscht … und zwar <strong>nicht über die Kinder</strong>. Wir waren häufig unterschiedlicher Meinung (ich verstehe bei Drehbuch nicht viel Spaß, mein Mann sieht bei Kamera Dinge, die ich erst beim dritten mal wahrnehme) und diskutierten auch schon mal heftig. Aber es war immer Spaß! Es war immer irgendwie spannend! Das waren WIR!</p>
<p>Warum ich euch das erzähle?</p>
<p>Na, weil das <em>unser</em> Weg ist und ich meine, dass ihr <em>euren</em> Weg habt. Es tut allerdings immer gut zu wissen, dass andere Leute auch kämpfen, um über Wasser zu bleiben, dass man weiß, dass man nicht alleine ist mit diesen extremen Situationen.</p>
<p>Man braucht auch als Paar Quality Time!</p>
<p><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/12/Signature-14.png" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"><img loading="lazy" decoding="async" width="122" height="49" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/12/Signature-14.png" class="wp-image-2859" /></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mamimade.net/paartherapie-movielovers-go-jury/">Paartherapie &ndash; Movielovers go Jury<br />
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		<title>Paartherapie &#8211; Tanzen gehen
</title>
		<link>https://mamimade.net/paartherapie-tanzen-gehen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2018 06:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Paartherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lang &#8211; Lang &#8211; Kurz,Kurz &#8211; Lang &#8211; Lang &#8211; Kurz, Kurz Ja ihr hört richtig. Das Tanzen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Lang &#8211; Lang &#8211; Kurz,Kurz &#8211; Lang &#8211; Lang &#8211; Kurz, Kurz</p>
<p>Ja ihr hört richtig. Das Tanzen ist zurück in meinem/unserem Leben. 30 Jahre Pause. Mein Mann und ich, wir schwingen es wieder. Das Tanzbein.</p>
<p><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/11/Dancepower2B-2B4.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="640" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/11/Dancepower2B-2B4.jpg" class="wp-image-2880" /></a></p>
<p>Mir persönlich tut es gut, mal die Führung abzugeben. Überraschenderweise kann ich das richtig gut. Ich schalte beim Tanzen total ab. Flupp … Nullkurve. Mama im off.</p>
<p>Mein Mann kann, das muss ich schon extra hervorheben, richtig gut tanzen. Er hat amateurmäßig mehr als 10 Jahre Tanzsport betrieben. Wenn ich also abschalte, dann übernimmt er die Führung. Was gut ist, da es ja per se so gedacht ist.</p>
<p>An diesem Punkt laufen viele Paare ja häufig Gefahr zu streiten. Der Mann kann es eben nur mäßig gut &#8211; das Tanzen &#8211; oder womöglich doch eher gar nicht und dann übernimmt die Frau das Zepter … und das ist im Tanzen schlicht naja .. auf die Dauer gar nicht möglich. Ein sicherer Frustrationshafen eben.</p>
<p>Die Damen dürfen beim Tanzen durch mentale Abwesenheit glänzen.</p>
<p>Das klingt zwar heftig, aber im Vergleich zu meinem Alltag, ist es für mich <em>genauso</em>. Okay, ab und dann muß ich schon meine Arme wieder heben und auch ein wenig auf meine Füße aufpassen, aber im Vergleich zu meinem Job als Familienchefin vom Dienst, ist Tanzen für mich wie Urlaub auf Hawai. <em><span style="color: #999999;">(Anmerkung: ich war noch nie auf Hawai)</span></em></p>
<p>Mein Mann hingegen leistet <em>Arbeit</em>. Nicht nur, dass er wissen muss, wie eine Figur überhaupt geht, nein, er muss auch schauen, ob sie sich platzmäßig überhaupt ausgeht, damit wir nicht in die Mauer krachen. Auch muß er darauf achten, dass andere Paare von uns nicht niedergemäht werden und darf, darauf lege ich wert, dabei nicht allzu verbissen dreinschauen.</p>
<p>Soll ja Spaß machen!</p>
<p>Wir sind also wieder in einer Tanzschule. Und da muß ich gleich sagen: „Es ist alles ganz anders, als früher!“ In unserem Kurs sind wir ganz normal .. altersmäßig. Ein paar „Jüngere“ sind auch dabei, aber das Gros ist so wie wir &#8211; mittelalterlich. Das tut gut. Die Damen schauen alle so aus, wie ich mich fühle. Die Herren haben alle ausnahmslos ein wenig Bauch, oder wenig Haupthaar oder beides.</p>
<p>Tanzen können alle.</p>
<p>Wir sind nämlich schon in Kursstufe 5. Da kann man Foxtrott schon von Jive unterscheiden, weiß was ein Lockstep ist, kann auf der Ferse drehen und hebt und senkt auch schon mal. Das, was wir dort machen, kann man eindeutig als Tanzen erkennen. Auch als Außenstehender.</p>
<p>In unserem Kurs wird selten gestritten. Das haben alle hinter sich gelassen. Manchmal wird gegrübelt, weil etwas irgendwie nicht stimmt. Dann tüftelt man ein wenig herum und auf einmal geht’s dann wieder. Alles läuft sehr unaufgeregt ab. Alles sehr weich. Die Herren sind zu beschäftigt mit einfach allem und die Damen sind alt genug zu wissen, dass die Herren eben ein wenig Ruhe, Zeit und Verständnis brauchen bis der Knoten in den 2 linken Füßen sich wieder auflöst.</p>
<p>Als Paar ist es Therapie pur. Man redet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Null über die Kinder, das Abendessen oder die elendigliche Todo-Liste. Nö, keine Chance. Tanzen erlaubt das nicht. Tanzen duldet keine Konkurrenz.</p>
<p>Man kichert maximal mal übereinander. Man ist einander nämlich auch sehr nahe. Also körperlich. Und nach einer Weile unweigerlich eben auch mental. 2 Seelen im Dreiviertel Takt, wenn ihr so wollt.</p>
<p>Also neben dem Gespräch über die Schritte, die Körperhaltung und derlei gibt es eben nur noch das Gespräch übereinander.</p>
<p>Ja, es wird gekichert im Kurs und auch gebusselt. Vor allem bei der Rumba. Beim Wiener Walzer weniger. Dafür ist es dann einfach zu hektisch.</p>
<p>Apropos Wiener Walzer. Eine Runde Wiener Walzer könnte man als Heilmittel registrieren lassen. Wenn es gut funktioniert, dann strahlen nach ein paar Minuten wildem Herumwirbelns nämlich alle im Saal.</p>
<p>Okay, und geschnauft wir dann auch</p>
<p>und leicht getorkelt.</p>
<p><a href="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/11/Signature-4.png" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"><img loading="lazy" decoding="async" width="122" height="49" src="https://mamimade.net/wp-content/uploads/2018/11/Signature-4.png" class="wp-image-2881" /></a></p>
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