things I did NOT buy

Kennt ihr das: man fahrt in den Urlaub und dort gibt es dann lauter coole Sachen, die man glaubt zu Hause nicht zu kriegen und man könnte Zeug noch und noch einkaufen. Ich bin mir beinahe sicher, dass die Japaner dafür ein Wort haben. Allerdings könnte Zurückhaltung in derlei Dingen auch wieder als Tugend gelten und dann gäbe es das Wort wiederum nicht.
Aber es wäre ein Wort wert. Das steht fest.
BlaBlaBlaHupps: das Gefühl im Urlaub lauter wunderbare Sachen kaufen zu können, die man zu Hause nicht bekommt.
Definitv ein Ding.

Nun bin ich schon eine Frau, die gerne mal was Nettes einkauft. Aber eine Shopping Queen bin ich keine. Mehr. Womöglich. Für ein vollentwickeltes Modell dieser Spezies habe ich zudem das Geld nie besessen. Und in den letzten Jahren erlebe ich mich in Phasen geradezu ernüchternd vernünftig. Ob das am Wechsel liegt. Eher nicht.

Als wir im Frühjahr im Urlaub waren – in Amsterdam – da gab es schon ein paar Momente, die seriös kauflustig waren. Und zu allem Überdruß waren wir auch noch in ein paar wunderbaren Museen. Und so Museumsshops haben ja eine ganz eigene Qualität bzw. KÖNNEN sie eine ganz eigenen Qualität haben. Schlimme Sache.
Auf jeden Fall habe ich in Amsterdam erfrischend wenig gekauft, wie ich meine. Das einzig wahrlich „Unnötige“ war ein Filzbehälter/Kübelartig in quietschgelb mit Pipi Langstrumpf drauf.
Sowas kriegst du in Wien nicht. Fakt.

Die Meisterleistung bestand ja bei diesem Tripp darin, nicht alles in Wolle zu investieren. Aber da bin ich eben gereift. Erstens habe ich den Platz einfach nicht Wolle für 5 Projekte daheim zu horten und 2. habe ich keine 5 Projekte geplant. Ergo darf ich mir ein paar Genußknäuel/stränge mitnehmen und damit glücklich sein.
Funktioniert einwandfrei.

Da ich als Wienerin das Gemütliche liebe, bleibt an mir gern Zeug kleben, das Gemütlichkeit vermittelt. Decken zum Beispiel oder nette Häferln. Derlei halt. Alles, was man halt zu Hause braucht, aber eigentlich eh nicht, weil man es ja schon zu Hause hat. Es ist ein Dilemma, eine Krux, immer dasselbe.

Nun war ich für ein paar Tage in Tirol und ich habe so konstant nicht mitgenommen, was mir gefallen hat, dass ich heute und hier ein Loblied auf mich singe.
Ich habe nicht gekauft:

  • mindestens 5 Seifenschüsserln, die irgendwie alle wunderbar entzückend waren
  • Geschirrtücher, ach diese finnischen Geschirrtücher – fast so schlimm, wie die französischen
  • Tascherln – ja genau, diese kleinen Tascherln von denen ich 10 in etwa besitze, die ich mir selber nähen kann (und will), die aber trotzdem … naja
  • einen Morgenmantel in völlig inakzeptablem Muster (aber in der Dekoumgebung hat er halt richtig gut gewirkt)
  • irgendein Bürsterl (es gab so viele und irgendwie waren sie alle so … praktisch)
  • ein wunderbar kunterbuntes Badetuch
  • Bettwäsche mit kleinen Blümchen drauf
  • sehr hochwertige Plastikkübel aus Japan (bitte mein Mann wollte das unbedingt haben – kommt womöglich zu Weihnachten oder so)
  • und zu guter letzt
  • ein unfassbar bunter Sitzsack, saugemütlich, verbilligt aber immer noch sauteuer (wie hätten wir den nach Hause bekommen?)

Ich bin eine Heldin!

Und? Was habt ihr so neulich NICHT gekauft! 😜

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