Öffnet man die Zeitung, den Social Media Kanal oder plauscht mit den Nachbarn, dann hört und liest man ständig Geschichten von Leuten, die die Kontrolle verlieren, ausflippen, durchknallen oder sich einfach unmöglich benehmen, weil sie einfach Trotteln sind und meinen sie könnten eh alles machen und niemand sagt’s ihnen rein. Allesamt durchgeknallte Irre, die Leut’ um uns. Ich sag’s da. Einer schlimmer, wie der Andere.

Neulich musste ich auf die Mahü um etwas umzutauschen und weil ich ja jetzt neu mit Job bin und alles gerade ein bissi Kopf steht, dachte ich mir danach: „Gehst du halt ein Runderl spazieren. Das wird dir gut tun!“ Und so bin ich die Mariahilfer Straße gemütlich runter Richtung Ring meandert, noch nicht wissend, wo’s mich denn hinschwemmen wird.

Schon eigenartig woran man so zu denken anfängt, wenn man weiß, dass das eigene Leben demnächst wieder nach anderen Regeln ablaufen wird. Ich für meinen Teil denke zur Zeit erstaunlich viel an das Zug fahren, das mir ab nächster Woche blüht. Der neue Job ist nämlich nicht in Wien daheim. Und wenngleich ich auch mit Home-Office Möglichkeit leben werde, so werde ich doch, das ist fix, regelmäßig in den Zug steigen und durch die Landschaft pendeln. Wie so viele Andere auch.

Na, habt ihr den Jahreswechsel auch so verschlafen hinter euch gebracht, wie hier bei mir die gesamte Familie. Wir hängen ein wenig in den Seilen. Wie wir es eigentlich jedes Jahr machen. Draußen ist es feuchtkalt und dunkel, weswegen wir drinnen sitzen und gegen den aufkeimenden Schlaf kämpfen. Und da schauen wir dann gerne mal einen Film, oder zwei. Oder wir ziehen uns eine Serie rein. ..

Am 1. Jänner dieses Jahres war mir klar, dass ich das Dezember Bild durch die Churhausgasse am Abend bzw. im Finstern würde machen wollen. Und so musste ich also im Kalt und im Dunkel mit Fotoapparat und Stativ in die Wiener Innenstadt. Es war Montag und alle waren unterwegs. Weihnachtlich. Entweder waren sie Christkindlmärkte abklappern oder Geschenke kaufen ..

Als ich jung war. Damals. Ehschonwissen. Die 80er. Punktuell spreche ich von einem Zeitpunkt, so fünfte Gymnasium. Da war es bei mir in der Klasse persönlichkeistdefinierend welcher Pop-Gruppe man huldigte. Zur Auswahl standen Wham, Duran Duran und Depeche Mode. Da waren natürlich noch viel mehr. Aber es waren in der Mädchenkohorte meiner Jugend diese drei, die zur Wahl standen.