Immer schon fand ich die Sweatjacken, die ich meiner Tochter genäht habe, unfassbar wunderbar. Still aber doch war ich, nein, bin ich immer noch ein Superfan dieser Jacken.
Mich habe ich in so etwas nicht so wirklich gesehen. Damals wäre es wohl in meinen Augen absurd gewesen. Partnerlook? Mit einem Kleinkind. Nicht ganz so mein Ding. Aber gefallen haben sie mir.

Den Höhepunkt der letzten Verfahrenswoche habt ihr ziemlich sicher mitbekommen. Das Tramperl ist schuldig gesprochen worden. In allen 34 Anklagepunkten.
Wie schon in meinem Beitrag zur ersten Woche des Verfahrens, war auch in dieser Woche deutlich die Struktur des Verfahrens-Ablaufs gut erkennbar, was der Sache diese juristische Geradlinigkeit verpasst .. in all dem Wahnsinn!

Nun war es dann endlich soweit. Das lange Warten auf den Showdown. Der Höhepunkt der Ezählung ist erreicht, der Kampf zwischen Verteidigung und Michael Cohen .. er kann beginnen.
So in etwa fühlte es sich an. Davor. Die amerikanischen Medien hatten fieberhaft versucht ein High-Noon-Feeling zu kreieren. Sowas treibt die Quoten. Gerichtsdramen machen ja manchmal auch gut Kohle an der Kinokasse.

Zu diesem Post bitte nur mit Kaffee und Kuchen/Frühstück.

Die letzte Woche waren reichlich Zeugen am Wort. Drehbuchtechnisch hat die Anklage, so scheint es, alles so angelegt, dass am Ende oder zumindest als Höhepunkt Michael Cohen aussagen wird. Da dieser aber eine – na sagen wir es mal freundlich – auffällige und umstrittene Persönlichkeit ist, muss die Anklage vorbauen. Mehr oder weniger alles, was der Michael erzählen wird, ist am Besten vorher schon mal von jemandem Anderen gesagt worden. Er ist nur derjenige, der tatsächlich mit dem Tramperl agiert hat. Er ist der, der den Sarg zunageln kann, wenn er im Kreuzverhör die Nerven behält.
Er ist die Verbindung zum Angeklagten in dieser Sache.
Und er ist ein verurteilter Lügner.
Drehbuch.

Ich habe festgestellt, dass ich in meiner Anfangseuphorie jetzt beinahe täglich aufs Rad steige um irgendeinen Weg erledigen zu können – auch, wenn’s gar nicht so dringend notwendig wäre. Einfach, weil Radfahren schon auch Spaß macht.

Und so habe ich mich überreden lassen an einer Fahrrad-Demo teilzunehmen. Die Aussicht über den Ring radeln zu können, hatte genug Neugier-Potential, um mich dorthin zu wagen.