Mein Stricken hat sich über die Jahre verändert. Habe ich früher gestrickt um ein Werk in meinen Kleiderkasten legen zu können, so stricke ich heute um zu entspannen, um zu lernen und wenn dabei am Ende etwas rauskommt, das ich anziehen kann, umso besser.
Der Busan Sweater hat mir zunächst mal einfach gefallen. Der Zopf ist so ein schöner Blickfang. Dieses Teil kommt einfach beim Betrachter an. Punkt.
Entspannen
Der Entspannungswert war hoch. Zum größten Teil aufgrund der Wolle. Das ist vermutlich der weichste, kuscheligste Pullover, den ich besitze. Und das ohne Kaschmir Anteil oder derlei teure Spielereien. Die Anleitung war gut verständlich. Das Projekt komplett auf der einfacheren Seite. Keine komplexe Schulterpartie, einfach Raglan, ein paar verkürzte Reihen, italienisches Abketten. Das war’s eigentlich. Der Zopf ist zwar nicht der gemütlichste Zopf, den ich je gezopft habe, aber er war machbar (Anmerkung: 8M über 4 Maschen drüberheben, zwickt ein bissi, geht aber).
Lernen
Viel komplett Neues war nicht dabei. Gelernt habe ich aber trotzdem:
- Zopfen ist immer noch ein Hit. Auch, wenns ein bissi zwickt.
- Kombiniert man kühles Grau (das Merino Garn) mit einem zarten, hellen Beige (Sensai – Silk,Mohair), ergibt das eine unglaublich warmweiche Farbe. Irre!
- Und: Große, weite, supergemütliche Pullis solte man wohl am Ende besser in Alpakka oder Kaschmir stricken. Die Wolle wird ingesamt dann doch schwer. Man kann das zwar supergut tragen, aber es ist spürbar, dass über die Zeit der Pulli wohl länger und länger werden wird, dabei an den Schultern dehnt und am Kragen zerrt. Mal schauen, wie sich das über die Zeit entwickelt. Wobei eine andere SchulterpartieKonstruktion auch einen Unterschied machen könnte … Hmmm!


Auf jeden Fall habe ich jetzt einen superkuscheligen Riesenpulli mit traumhaften Zopf! Ein Winner! Ach ja, das rechte Bild oben ist ein wenig unscharf. Aber man kann erkennen, dass der Pulli hinter einen Hauch länger als vorne ist. Ich mag das!

