cityThings: Die letzten Wege vor dem Fest

Obwohl ich es allgemeinhin versuche zu vermeiden in den letzten Tagen vor Weihnachten noch viel unterwegs zu sein, so kann ich es doch nie gänzlich vermeiden. Irgendwas will doch immer noch erledigt werden. So auch diesmal. Und es war entzückend.

Ich mag es ja, wenn es menschelt. Das ist euch bestimmt nicht neu. Als ich nun am 23. Dezember für eine Topfengolatsche in den Felber ums Eck eintrat, war ich dort nicht die Einzige. Die Leute waren am Brot und Gebäck einlagern und die Kleinheit der Filiale hat nicht verhindert, dass alle (ca. 5 Personen) drinnen waren. Es war eng. Draußen hatte es um 0 Grad, drinnen war es backofenwarm. Von den 5 Kundinnen trugen 4 Brille. Alle waren angelaufen. Das muss von hinter der Theke einigermaßen komisch ausgesehen haben. Aus meiner Perspektive beschränkte sich das Humorvolle im „Alle-lugten-über-ihre-Brille-drüber“.

Die Dame hinter der Budl arbeitet immer da. Sie kennt alle. Und so waren die Gespräche sehr salopp. Mit einem Paar hat sie sogar „geschimpft“ (was da wienerisch ablief, erklär ich ein andermal – Sozialstudie), weil sie das am Samstag zuvor bestellte Brot nicht abgeholt hatten. Sie verzieh ihnen dann mit der Segen „Der Samstag war aber ein komischer Tag!“.

Weil die einzelnen Leut‘ halt nicht nur ein Kipferl gekauft haben und man sich eben auch kannte, hat die Sache gedauert. Bis ich dran war, war ich solide am Schwitzen und ich war nicht die Einzige, die sich sukkzessive Handschuhe, Mütze und Schal der Reihen nach ausgezogen hat.

Als ich rausgegangen bin, war meine Brille allerdings immer noch angelaufen. Die Topfengolatsche war wunderbar.

Kurz danach tauchte ich dann in eines meiner Wollgeschäfte ein um mir für die Feiertage noch mein Reservoir für Etwaiges gut zu füllen. Und ich war nicht alleine mit diesem Gedanken. Praktisch alle Anwesenden hatten dasselbe Ziel vor Augen. Wunderbar.
Notfallswolle für alle!

I love it!

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