Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal etwas für jemanden Anderen gestrickt habe. Tief drin in meinem Gedächtnis ruhen ein paar Schauergeschichten von entsetzlich schief gegangen Projekten. So etwas 30 Jahre zurückliegend. Von den Kids mal abgesehen stricke ich nur für mich.
Bis jetzt. Jetzt stricke ich für meine Mama!
Sie hat sich den Clotilde Cardigan von Knitting for Olive ausgesucht, wir haben reichlich ob der Farbe rumgetüftelt nur um dann am Ende auf eine Variation in Grau zu setzen. Sie will nämlich probieren, inwieweit ihr das steht, jetzt wo sie doch grau ist.

Und ich? Ich durfte die Erfahrung machen nach ein paar Projekten mit ganz dünnen Nadeln auf 9er umzusteigen. Ich brauche da wohl wenig dazuzusagen. Mal abgesehen davon, dass ich das Gefühl hatte mit Käsekrainern zu stricken, ist die Geschwindigkeit das zweite haut-mich-von-den-Socken-Phänomen. Man strickt 20 Reihen und schon kann man die Ärmel stilllegen. So in etwa.


Mama hat auch schon anprobiert. Nur Fotos habe ich davon keine gemacht. Das geht mir noch zu weit. (Persönlichkeitsrechte und so). Wir werden den Cardigan auf jeden Fall länger machen als angegeben. Das mag sie so viel lieber. Und die Länge der Ärmel werden wir wohl morgen das erste mal abklären können. Bin schon neugierig.
Grundsätzlich ist so ein Lochmuster ein Riesenspaß. Langweilig wird es nie. Ich genieße das grade enorm. Und es geht so schnell! Irre.

