Super basic Tee: #aufmeinennadeln

Jetzt reicht’s aber! Das Wetter spielt einfach nicht mit. Somit bekommt ihr die angezogenen-Bilder nachgereicht. Heute gibt es aber all die „Info“, die ihr zu dieser Anleitung und diesem Projekt von mir haben könnt und die euch gegebenenfalls hilft, falls ihr das superbasictee von whattaknit gerne probieren möchtet.

Entscheidung

Ich habe mich für das superbasictee interessiert, weil ich es in meinem Instafeed an einer Dame gesehen habe, die bereits mehrere davon gestrickt hatte. Einfärbig (schwarz) in Seide. Was soll ich sagen: „Super Basic tee“ passt in mein Beuteschema. Ich bin keine Frau für verschnörkselte Puff-Ärmelchens. Zumindest noch nicht. Ich bin Basic. Ich bin klassisch.
Wenn ich mich daran halte, dann trage ich am Ende auch, was ich mir stricke (oder nähe). Jedes mal noch, wenn ich mich habe hinreißen lassen zu Blümchen und/oder bunt und/oder Trallalala, habe ich es am Ende einfach nicht getragen.
Bitteschön. Ich merke hier unbedingt kurz an, dass ich die Teile dann schon mag. Also Trallala und so. Ich ziehe sie aber nicht an, weil ich mich darin halt einfach nicht wohlfühle.

Und am Ende des Tages ist es halt das, was zählt für mich. Ich muss es tragen UND mögen, dann ist es ein Winner.

Insofern schien mir das superbasictee halt einfach passend. Vor einer einfärbigen Version habe ich aber real Panik entwickelt. 2,5er Nadeln 300plus Maschen. Da wollte ich schon wissen, dass das Teil dann auch passen wird. Ergo „Teststück“ mit Streifen.

Garn

Letztes Jahr habe ich ja das erste mal Sommergarne verstrickt. (also abseits von Baumwollgarnen, die es immer schon gab und die ich an sich nicht so gerne verarbeite, weil da alles so schwer wird) Ich habe mit Seide und mit Leinengemischen gearbeitet und dabei viel gelernt. Nicht alle „Wolle“ ist Wolle!

Die Idee das Top in Seide zu stricken fand ich gut. Ich erinnere mich zwar, dass es lästig war, dass die Seide nicht so „flutscht“ auf den Nadeln. Dass ich mir extra Metallnadeln kaufen musste (geht auf Holz gar nicht!), aber ich mag das „Gefühl“ des gestrickten Werkes.

Ich bin bei der Seide geblieben, die ich kenne. Knitting for Olive Pure Silk. Vorteil: eine enorme Farbpalette. Wie gesagt. Einfärbig war kein Thema.
Und dann ist folgendes passiert: ich ging auf die Homepage der Maschenwerkstatt in Graz, auf der KfO Pure Silk Seite und dort hat mich folgendes Bild angelächelt. (Bitteschön: den Screenshot habe ich heute – Monate danach – gemacht)

Und das ist – ohne Schmäh – wie ich die Farben gewählt habe. (Der Braunton taucht in der Zeile drunter auf).
Es handelt sich um:

  • Artischocke Purple
  • Blue Tit
  • Blood Orange
  • Ice Blue
  • Ballerina
  • Bark

Maschenprobe

Im Original wird das Shirt in Knitting for Olive Merino gestrickt oder Woolfolk Yard Tynd.
30 M/ 37 R für 10 x 10

in rosa meine geblockte Maschenprobe

Um nur in die Nähe der passenden Maschenanzahl zu kommen, musste ich mit meinem Garn auf die bereits erwähnten 2,5er Nadeln zurückgreifen. Und dann kam ich nur auf 27 Maschen. Ich habe dafür eine Größe kleiner gewählt, als ich normalerweise nehmen würde. (Ihr seht, ich habe gepokert. Und ja, ich war bereit auch ein halbfertiges Teil noch einmal aufzutrennen!)
Dass sich die Reihenzahl nicht ausging, war dann ja keine Überraschung mehr. Das bedeutete, dass ich im Zuge der SchrägenSchulter (am Rücken) 9 Reihen verteilt einfügen musste, damit das Ding nicht einfach zu kurz ist.
Alles ziemlich Daumen mal Pi. Die Rechnerei fühlte sich aber sehr unseriös berechnet an. (Aber das liegt womöglich auch an meinem überschaubaren Mathematik-Selbstbewusstsein.)

Anmerken möchte ich noch, dass das gewaschen und geblockte Probefleckerl an traumhafter Greifqualität kaum zu übertreffen ist. Seide in 2,5er Nadeln ist ein eigen Ding. Das weiß ich jetzt.

Bündchen

Ein bemerkenswertes „Feature“ des superbasictee sind die Bündchen. Die haben mir gleich gefallen. Schon in schwarz.
Kein Ripp. Einfach nur eine Nadelnummer kleiner rechts dahinstricken, dann eine Reihe links und dann nochmal dieselbe Reihenanzahl rechts. Umklappen. Annähen. Bündchen.
Am Hals wird die Grenzreihe anders angelegt.
Weiters wird das Halsbündchen nach außen, Ärmel und Bund nach innen geklappt.

Vor dem Annähen hatte ich so meine Zweifel, was völlig unbegründet war. Ganz im Gegenteil. Es schaut augenblicklich so gut aus, dass die Motivation mit jedem Stich steigt. Eine Freude.

Und völlig richtig habt ihr jetzt erahnt, dass diese Bündchen in 2er Nadeln gestrickt wurden. (Leicht wahnsinniges Gelächter meinerseits 😉

Streifen

Und für den Fall, dass ihr einen Tipp zur Gestaltung von Blockstreifenshirts wollt, dann kann ich euch gestehen, dass ich Zeichnungen angefertigt habe und diese als Hinweise/Ideen verwendet habe.
Fix entschieden war eigentlich einzig, dass ich in Gesichtsnähe nur eine Farbe dulden würde, von der ich weiß, dass sich die beiden vertragen. Frau wird ja nicht 54 und lässt sich dann einreden, dass die Farbe, die dich krankenhausreif aussehen lässt, den Luxusspot im Strickwerk erhält. Nö. Sicher nicht.

Blue Tit (so heißt das dunklere Blau) und meine Haut, das geht. Ich empfehle daher stets mit einer verträglichen Farbe zu beginnen.
Am Ende kann man wohl sagen, dass ich sowohl Streifendicke und auch Reihenfolge ad hoc entschieden habe. Wobei ich die mir zusagende Reihenfolgemöglichkeiten den Zeichnungen entnommen habe. Ich hab’s mir einfach hingelegt und die Augen zugekniffen.

Hm, die Enden würde ich wohl auch nicht in hellen Farben haben wollen. Sag‘ ich mal so dazu.

So weit, so einfach aus dem Bauch heraus. Es gefällt mir richtig gut. Der nächste Spaziergang mit nettem Wetter wird dann für Trage-Fotos herhalten müssen.

0
0