Vom Wechsel in mir: Vom Soft zum Hart!

Im Wechsel verändert sich das Gehirn der Frau. Und damit das Denken. Allgemein kann man sagen, das Gehirn machte den Schritt weg vom Mutter-Hirn (so frau denn Mutter wurde, wenn nicht, wird diese Phase ausgelassen) hin zum alte-weise-Frau-Hirn.
So nenn‘ ich das mal.

Diese Hirnumbauerei macht natürlich was mit einer. Nicht nur ändert sich die Sicht auf die Dinge. Es ändern sich auch die Dinge, die man sichtet .. oder eben nicht.

Mir sind viele Themen, die mich vor fünf Jahren wach gehalten haben, mittlerweile erstaunlich wurscht.

Und ich meine, dass sich das in meinem Blog niederschlägt. Ich halte es für möglich, dass ich zur Zeit so „wenig“ poste, weil ich einfach die Ideen, die mir so kommen, gar nicht so reizvoll und schreibwert finde.

Macht das Sinn? Ich meine halt: Ja! Das macht Sinn.

Gleichzeitig will ich nicht unbedingt schreiben, was mir so durchs Köpfchen schiesst, weil das alles so ungewohnt hart scheint. Meine Sicht auf die Dinge ist viel geradliniger, charmereduziert. Ich bin deutlich unflexibler im Urteil zu einer großen Zahl an Themen. Das überrascht mich teilweise selber.
Ich vermute eben, dass das sinkende Östrogen in mir, meine Kanten mehr rausbringt und noch … scheiß‘ ich mich halt ein bissi an (sorry für das fäkale Wienerische Wording) die Härte in Worte zu fassen und das am Blog rauszulassen.

Die Reels in meinem Insta-Feed verkaufen die post-menopausale Frau mit Humor. Das ist immer sehr unterhaltsam. Ziel ist meist der Ehemann, der Teenager-Nachwuchs. Irgendjemand mit Du-nervst-Potential.
Aber: in Wirklichkeit bezieht sich die weibliche Geradlinigkeit halt auf alles. Huch!

Es komisch zu texten, geht für Manches nicht wirklich, weil ich es NICHT LUSTIG FINDE! (auch ein Unterschied zu früher). Würde ich jetzt diese Härte im Weltblick gefühlt immerzu oder eben deutlich häufiger als jemals posten, wäre das einfach irre ungewohnt für mich. (Anmerkung: Also bitte nochmal: es fühlt sich für mich knallhart an. Ich bin kein Terminator!!)

Zudem bin ich ja mittendrin. Will sagen: ich bin mir nicht sicher, ob das schon das Ende der MenopausenFahnenstange ist, wenn ihr versteht, was ich meine.

Naja,
auf jeden Fall wollte ich das mal hier vermerken.
Was meint ihr dazu? Wie ist eure innere „Härte“?
Soll ich das mal ausprobieren? Womöglich ist es eh nicht so schlimm. Es fühlt sich halt so an!
Ach.