Es sind die Kleinigkeiten im Leben, die es versüßen!

In unserem Haushalt gibt es eine Auswahl an Trinkflaschen. Der größte Teil davon ist wohl im Besitz des Nachwuchses und hochfluktuierend. Alles, was ich an Trinkflasche nicht kenne, geht in dieses Fach. Da kommen Neue dazu, Alteingesessene sind verloren gegangen oder einfach vergessen worden. Ab und zu geht sogar eine kaputt.

Mir persönlich gehört eigentlich nur eine. Die Schönste.

Um eine Trinkflasche als sinnvolle Investition zu betrachten, benötigte ich nur drei Hitzewellen. Diese Plastikflaschen liegen einem dann doch am Gewissen. Mir zumindest. Die Letzte, die ich regelmäßig im Gebrauch hatte, habe ich so oft wiederbefüllt und überallhin mitgenommen, dass ich sie am Ende nicht mehr als Pfand zurückgeben konnte, weil nämlich der Pfand-Strichcode abgerubbelt war. Eine persönlich Meisterleistung. Ich kann allerdings nicht ganz sagen, ob ich das wirklich cool finde, oder dann doch ein wenig ärgerlich. Wiedemauchimmer. Seit ein paar Jahren bräuchte ich eigentlich keine Plastikflaschen mehr benutzen, weil ich ja die Schönste aller bereits besitze.

Sie ist blitzgelb mit grünen Blättern drauf und ein bissi pink. Ein Traum. Sie passt nirgends dazu, wenn man es modisch betrachtet und ist für mein aktuelles Handtaschenformat zudem viel zu groß. Ein echter Winner also! Aber gefallen tut sie mir halt schon richtig gut.

Der eigentliche Makel dieser wundersamen Trinkschönheit liegt nämlich nicht an ihrer Farbinkompatibilität oder der Größe. Es ist die Öffnung, die das Leben mit ihr schwierig bzw. naß macht. Es handelt sich dabei um eine gewöhnliche, relative weite Flaschenöffnung, durch die  bei zu übermütiger Kippung hin zum Mund ein mittlerer Gebirgsbach quellt, was mich bereits mehrfach einer völlig unnötigen Waschung unterzogen hat. Da ich die Flasche ja nicht zu Hause benötige, sondern draußen im freien, innerstädtischen Wildgebiet, kann man sich ja wohl leicht ausmalen, wie begeistert ich von derlei WasserSpendeRitualen bin.

Ergo lebt meine schönste aller Trinkflaschen seit etwa einem Jahr mit den Teenagerflaschen im Regal und ich hatte sie beinahe vergessen, bis, ja bis ich neulich in einer Apotheke (!) einen passenden Sportverschluss entdeckt habe.
Ich selber war dabei ja komplett ungläubig und ja auch gar nicht im Stande zu erkennen, dass das gefundene Teil tatsächlich auf meine Flasche passen würde. Es war mein Haus-Teenager, der mich darauf aufmerksam machte.

Und als ich es dann verstanden hatte, konnte ich mein Glück kaum fassen. Seit Monaten schon hatte ich von einer Flasche mit einem Sport-trink-verschluss geträumt – also, wenn es um Trinkflaschen ging – nicht generell, bitteschön. Ich bin ja nicht plemplem.
Und um der Sache noch die Krone aufzusetzen, konnte ich einen farblich passenden Verschluss auswählen. So, dass jetzt der Deckel wunderbar zur Flasche und diese ja immer noch nicht zu mir passt. Aber das sind ja Haarspaltereien. Wer schaut auf so was, wenn man sich nicht mehr anschüttet?
Eben. Ich nicht.
Ich freue mich.

Dies hier nur so als Beispiel, wie es dann doch immer die Kleinigkeiten sind, die einem das Leben versüßen.

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