Mein Öffigrün kehrt wieder

Wie ihr euch womöglich erinnert, habe ich im letzten Jahr begonnen mein zubetonierte städtische Umgebung grün anzuhauchen.

Obwohl Wien tatsächlich neulich zur grünsten Stadt gewählt wurde, kann ich davon in meiner unmittelbaren Umgebung nichts erkennen. Wenn ich das Haus verlasse, gehört der Raum dem Auto. Sei es als Straße oder als Parkplatz. Dazu kommt, dass meine Gasserln von der engen Sorte sind. Zwischen den Häusern also nicht genug Raum ist um einen Baum zu pflanzen (ein Baum muss nämlich einen Mindestabstand zum Haus haben. Logisch irgendwie, aber bei uns nicht umsetzbar. Der Baum stünde dann mitten auf der Straße.)

Also habe ich unsere Nischen bepflanzt. Letztes Jahr habe ich den ersten Schritt gewagt.

Jene Pflanzen, die mehrjährig sind und die den Winter überstanden haben, treiben mittlerweile ihr Grün in die Höhe. Ich gieße fleißig und dünge sogar schon (vergesse ich gerne mal).

Weiters habe ich das Flehen jener Pflanzen erhört, die die schattige Lage unseres Gartens als eine tendenziell lebensfeindliche Umgebung empfinden und sie auf die Straße gestellt.

Dadurch hat sich da drüben jetzt doch einiges an Grün ergeben.

Man sieht das Grün schon eine Häuserlänge bevor man dran vorbeigeht. Mein kleines Gärtnerherz platzt vor Stolz. Dieses Wochenende habe ich nochmal ein paar bunte Flecken nachgelegt und ein paar frische Öffipflanzen gesetzt. Die seht ihr hier aber noch nicht.

Beim nächsten mal dann.

Weiters arbeite ich grüntechnisch noch an einem Großprojekt, aber davon wohl demnächst mehr.

Solltet ihr städtisch leben und euer Fenster auf einen betonierten Parkplatz schauen, so wie bei mir, dann laßt euch gesagt sein: „Ein Lavendel passt auf jeden Fall hin!“

Ich habe da doch deutlich mehr Spaß dran, als ich ursprünglich dachte.

🙂