This is not okay 3: Let’s change the game

Letzte Woche habe ich euch die Aftenposten Sweatshop Videos gezeigt. Mir ist wichtig folgendes dazu zu sagen: die Videos habe ich benutzt um euch das Problem durch sie näher zu bringen. Die meisten Berichte zu dem Thema sind nämlich viel schwerer zu verdauen.

Diese Videos jedoch schaffen es, einen an diese schwere Kost auf „softe“ Weise heranzuführen. Ohne, dass man gleich in Schuld erdrückt wird. Das war mein Ziel!

Ich will mich nämlich bei diesem Thema nicht mehr schuldig und zudem noch machtlos fühlen. Denn diese Gefühlskombination hilft mir (und den Näherinnen) nicht weiter. Sowas blockiert. Und ich will doch handeln. Klar?

Okay, dann zur Sache!

Wir haben alle in den letzten Jahren mehrfach miterlebt, dass man gemeinsam sehr wohl Dinge verändern kann. Das Internet macht es möglich.

Und ich will etwas ändern. Gemeinsam mit euch!  Zunächst in unseren Gefühlen und in unseren Köpfen und am Ende dann hoffentlich auch für die Näherinnen, wo auch immer die sitzen: in Asien, in Afrika oder sogar in Europa.

DAS DILEMMA DER GEFÜHLE

Es ist doch so: Schuld und Ohnmacht, das ist wahrlich keine sexy Kombination, wenn es darum geht Dinge zu ändern.

Also muss man diese Gefühle

1.einmal wahrnehmen um sie

2.dann loszulassen zu können.

Denn, wenn ich mich wieder in meiner Kraft fühle und ich mir meiner Macht als Kunde bewußt bin, dann kann ich alles.

DIE IST – SITUATION

Ich kann als Mutter und CEO des Haushalts mit dem dazugehörigen Budget nicht so einfach alles auf 100% Öko umstellen. Das geht zum einen finanzell nicht und zum anderen ist der Stil der meisten Öko-Bio-Fair-Bekleidungs-Hersteller nicht vergleichbar mit dem, was der Mainstream so bietet. (Bitte versteht das nicht als Kritik am Stil der meisten Öko-Marken!!)

Also bin ich genötigt immer wieder dann doch in die KettenModehäuser zu gehen, um dort einzukaufen.

Punkt 1: Das ist auch okay so! Ich bin zutiefst überzeugt, dass eine komplette Blockade dieser Läden und Marken (und, oh, es sind sooo viele) nichts bringt, weil es einfach nicht genug Leute gibt, die das durchziehen wollen oder auch können.

Aber

Punkt 2: All diese Marken und Ketten verdienen ihr Geld nicht mit den Handschuhen, den Unterhoserln oder den paar T-Shirts, die wir gerade brauchen. Nein, ihren Gewinn machen sie damit, dass die meisten Leute reingehen um ein Teil, das benötigt wird zu kaufen und dann mit einem riesigen Sackerl voll wieder rausgehen.

Darauf haben sie sich spezialisiert.

Das ist ihr Auftrag.

This is not okay – DIE IDEE

Was würde nun aber passieren, wenn wir ruhig und in dem Wissen unserer Kraft nur mehr kaufen, was wir für richtig halten und/oder brauchen.

Und was, wenn wir anschließend ausrechnen, wieviel Geld wir nicht ausgegeben haben?

Was, wenn wir ein Foto machen von dem, das wir nicht gekauft haben, es posten auf instagram, twitter, facebook oder auf unserem Blogs und mit dem #thisisnotokay versehen

Was, wenn wir dazuschreiben „60 €, die ich nicht ausgegeben habe“?

Versteht mich nicht falsch, wer ein Shirt braucht, soll sich eines kaufen oder zwei… was man halt braucht. Nur eben einfach nicht mehr als das. Lasst so viel ihr könnt zurück. Ihr sollt euch dabei aber nichts versagen. Es soll locker von der Hand gehen.  Euer Kleiderkasten wird es euch danken 😉

Und wenn viele Leute xx% weniger Geld ausgeben dann schaut bei der Jahresendpräsentation im Management die Erfolgskurve nicht mehr nach oben.

Bingo!

GEMEINSAM

Ich bin eine Mama. Ich kaufe ein für 4 Leute. Ich weiß, was meine Familie wann braucht.

Es ist April! Meine Kinder sind gewachsen und ich weiß bei vielen von euch stehen sie auf der Liste: die Schuhe, die Übergangsjacke und die neuen Hosen.

Geht einkaufen! Aber kauft einfach nicht mehr als nötig!

Kauft was ihr braucht!

Und reibt ihnen anschließend unter die Nase, was ihr NICHT gekauft habt!

Teilt ihnen die Summe des nicht ausgegebenen Geldes mit!

Fühlt euch stark dabei!

Wir sind die Kunden!

Sie wollen UNSER Geld!

Erzählt euren Freunden davon!

Gemeinsam sind wir viele!

Ich gehe morgen Socken kaufen!

🙂