Wenn man, so wie alle Wiener, in einem Museum wohnt, dann merkt man es nach kurzer Zeit nicht mehr.

So oder so ähnlich könnten ein Satz lauten, den man den Wienerinnen vors Hirn klatschen könnte. Wenn man nämlich mal die „jo, eh olles leiwand“ – Brille abnimmt, und versucht die eigene Stadt nicht nur wahrzunehmen, sondern auch zu sehen, dann .. ja dann.

Baustellen werden immer beobachtet. Fotografiert. Baustellen haben es leicht die Aufmerksamkeit und Neugier von Passanten zu generieren. (Und natürlich auch den Unmut).
Das Interesse an dieser Baustelle hat aber auch viel mit reich und arm, mit Gier und Genugtuung zu tun.

Der April hat in Wien seinem Namen alle Ehre getan. Es war kalt, warm, kurz vor dem Austrocknen und sehr feucht. Frau darf sich also nicht beklagen. Da der Monat auch sonst nicht ereignislos war, bin ich überrascht bei welchem Wetter ich am Ende zu meinem Standort gekommen bin.