Seit dem 10. Oktober findet die 6. Hong Kong Piano Competition statt. Wegen der sehr strengen Quarantäne Regeln entschieden sich die Veranstalter aber gegen eine Durchführung in Hong Kong. Statt dessen finden sämtliche Bewerbe in Österreich statt. Genauer: im Schloß Esterhazy in Eisenstadt. Damit das Publikum in Hong Kong trotzdem teilhaben kann, werden sämtliche Auftritte in die Hong Kong City Hall per Live-Stream übertragen. Das ist eine gewaltige Herausforderung.

Das habe ich schon des Öfteren gehört. Und ich stimme dem vollinhaltlich zu. Denn ich hatte in meinem Haushalt 2 Kinder, wobei man sich diese bitte 1,60m aufwärts denken möge, und jetzt habe ich „nur“ mehr 1 Kind im Haushalt und der Unterschied ist gigantisch. Und dass wo der Große doch bereits sehr selbständig war. Der konnte sich, im Vergleich zu einem Kleinkind, anziehen, aufs Klo gehen, selber essen, selber kochen gar. Er hat die Schule beinahe vollständig alleine gemeistert. Sprich, er war, jetzt so von der Basisversorgungsseite her, keine echte Last.

Man würde also meinen, dass dieser Auszug, naja, irgendwie nicht so wirklich auffallen würde. Und doch …

Modetechnisch interessierte sich das Kind für einen Pullunder. Nun bin ich selber eine totale Pullunderverweigererin. Pullunder sind für mich ein NoGo. Wieso würde man auf Ärmeln verzichten? Da ist einem dann doch nur kalt! Wozu also ein Wollteil stricken, in dem man dann mit hoher Wahrscheinlichkeit friert? Gut, man könnte einen Pullover MIT Ärmeln drunterziehen, aber das ist dann doch grundsolide absurd.

Es ist uns ja allen klar, dass richtige Zeitungen (im Gegensatz zum Boulevard – das muss man in Österreich leider immer extra anmerken) eine demokratiepolitische Aufgabe haben. Sie überwachen die Mächtigen und sie decken auf, wenn dabei Grenzen überschritten werden. Schaut man genau hin, ist es ein stetiger Kampf. Die Medien gegen die Macht. So war es immer und es wird wohl auch immer so bleiben.

Mein Leben verlief bisher friedlich. Ich durfte in einem Land aufwachsen und leben, in dem Friede herrscht. Insofern bin ich, was logisch erscheint, weder gut informiert über Kriegstaktiken noch über Waffen und alle dem, was so dazugehört. Es war einfach nie notwendig sich damit zu beschäftigen. Mittlerweile hat sich das insofern geändert, als mit meinem Seelenfrieden gespielt wird. Aus taktischen Gründen wohl. Und es scheint angemessen sich zumindest in den Eckpunkten ein wenig fit zu machen.

Nun verhält es sich ja so, dass wir in unserer Gesellschaft Männer im Anzug irgendwie für was Besseres halten. Für gehobener in der Ausbildung und im Einkommen. So in etwa. Männer im Anzug haben Autorität und Geld und manchmal auch Macht. Selten sieht man einen Mann mit Geld und Macht … in Sweatpants. Ihr versteht, was ich sagen will. Männer im Anzug ist gleich Statement.
Neulich saß ich also im Zug auf dem Weg von Innsbruck zurück nach Wien und da waren ein ganzer Haufen Anzugmänner.

Glaubt man dem Internet, dann sind die besten Filme aller Zeiten allesamt entweder Action-, Gewalt, oder sehr Dramalastig. Und wenngleich ich ja in Einigem ehrlich übereinstimme, so muss ich doch mal klarstellen, dass man den „Paten“ oder „Die Verurteilten“ nur so oft schauen kann. Ehrlich. Da kommen wir – und wir schauen richtig viel Film – auf aufgerundete einmal pro zwei Jahre.

Da war ich also Fotospazieren in der Stadt. Das ist insofern erwähnenswert, als ich nach unserem Paris-Stadt-Megaviel-Gehen-Urlaub wirklich nicht viel spazieren wollte. Nicht mal daheim. Nicht mal in Wien. Sofa. Fix.

Und dann war ich doch unterwegs. Und ich dachte mir: Wenn du schon in der Stadt bist, dann schau‘ doch mal was der 12tel Blick hergibt. Ich gehe also hin und WUMM! Alles voller Leute.

Es gibt ja in verschiedenen Sprachen Worte für Zustände, die wir alle kennen: Ich persönlich brauche ein Wort für das Gefühl, das man hat, wenn man eine, häufig kleine, Verletzung hat und plötzlich bei jeder alltäglichen Bewegung genau den Körperteil benötigt, der eben dieses kleine Aua hat. Und jedesmal spürt man es dann. Warum gibt’s da kein Wort dafür?

Kennt ihr das? Der Herbst ist da und es hat das erste mal 5°C draußen und ihr zieht euch an, als würdet ihr eine Freundin am Südpol besuchen? Dick, dicker, Daunen! Das volle Programm! Wenn ihr euch nicht genug bewegt, fangt ihr an zu zittern. Ich für meinen Teil hab‘ mich dann über meine Jammerlappen-Mentalität geärgert und mich gleichzeitig gefragt, wie ich denn dann bitte den richtig kalten Winter durchstehen soll.